Tagebuch Baltikum (Eintrag 3 von 3)

Estland

Montag, 25.08.2008

Heute brechen wir zur nächsten und leider schon letzten Station unserer Rundreise auf. Der erste Bus von Riga nach Tallinn geht wieder morgens 7 Uhr. Diesmal haben wir Pech, denn die letzten beiden Tickets werden kurz vor uns verkauft. Ist aber halb so schlimm, da der nächste Bus nur eine Stunde später fährt. Auch heute mag uns das Wetter wieder nicht und wir fahren in einem absoluten Mistwetter über die Grenze nach Estland. Gegen halb 1 kommen wir in Tallinn an.

Hier bekommen wir ein Hotel in der Innenstadt angeboten. Das St.Olav-****Hotel hat für ein paar Groschen weniger auch Economy-Zimmer im Angebot, die zwar relativ klein aber trotzdem sehr luxuriös und vor allem mitten im Zentrum sind.

Den Nachmittag nutzen wir wieder um die historische Altstadt von Tallinn zu erkunden. Wir sind wirklich sehr von der estnischen Hauptstadt überrascht. Sie ist wieder völlig anders im Vergleich zu Vilnius und Riga. Der komplette Stadtkern ist nahezu vollständig restauriert, an allen Ecken gibt es schicke Läden, Kneipen und Cafés. Alles ist sehr einladend, wenngleich die Preise schon sehr von Weltstadt zeugen. Der mittelalterliche Charakter von Tallinn kommt im Gesamteindruck wirklich glaubhaft rüber, ohne dass es alles zu sehr gespielt oder aufgesetzt wirkt.

In diesem Sinne gehen wir zum Abendessen auch gleich in die Olde Hanse. Hier bekommt man mittelalterliche Speisen bei Kerzenschein. Das Kräuterbier als auch das eher süßlich gewürzte Essen sind wirklich lecker.

Die Preise haben es auch wieder in sich. Aber mittlerweile geht es bei uns nach der Devise „Ist die Ziege weg, kann der Strick auch weg sein...” ;-) Danach gönnen wir uns noch einen Moccachino im gemütlichen Café Kehrwieder.

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Dienstag, 26.08.2008

Nach einem sehr ausgiebigen Frühstück im Hotel laufen wir zuerst zum Kadriorg Park mit dem Palast von Peter dem Großen, etwas außerhalb des alten Stadtzentrums. Anschließend geht es zum Busbahnhof, wo wir in den Bus zum Lahemaa Nationalpark steigen.

Es geht ca. 50km in Richtung Osten zu dem kleinen Fischerdorf Käsmu. Es ist ziemlich kühl aber wenigsten bleibt es trocken. Wir laufen eine große Runde von Käsmu in den den Nationalpark. Der Weg führt durch den Wald und 10 Meter nebendran rauschen die Wellen der Ostsee. Der Wald ist voller Pilze und zwischendurch bleiben wir immer mal wieder stehen zum Heidelbeeren naschen. Nachdem wir zum Kap der Käsmu Halbinsel und zurück zum Dorf gewandert sind, warten wir noch ein Weilchen auf den Bus.

Es geht weiter nach Osten nach Rakvere, von wo wir wieder umsteigen in den Bus zurück nach Tallinn.

Am Abend wollen wir uns wieder ein Restaurant suchen. So richtig entscheiden können wir uns nicht und nach einigem Hin und Her landen wir im „Knoblauchhaus”. Im Balthasar gibt es sämtliche Essensvarianten mit heftigst Knoblauch. Nicht ganz fair gegenüber den Mitmenschen des nächsten Tages, aber unheimlich lecker! :-)

Danach schauen wir nochmal in der „Depeche Mode Baar” vorbei, wo sich wirklich alles um die Band dreht. Die Jungs waren 2001 waren wohl auch schon mal höchstpersönlich da. Wir quatschen dort mit drei Dänen, die die Bar genauso gut finden wie wir. Nachdem wir dort eine ganze Weile sitzen, wollen wir mit den Dreien nochmal schauen, ob woanders auch noch was los ist. Das Nachtleben von Tallinn ist aber anscheinend unter der Woche sehr übersichtlich. Spaß haben wir dennoch genug, bevor wir uns dann doch in Richtung Hotel verabschieden.

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Mittwoch, 27.08.2008

Leider steht heute schon wieder die Rückreise an. Die Zeit verging echt wie im Flug. Wir haben ja aber auch wieder ein ganz ordentliches Programm gehabt.

Nachdem wir uns am Frühstücksbuffet wieder ordentlich sattgefuttert haben, ziehen wir nochmal etwas durch die Innenstadt. Wir gehen in die Raeapteek, Europas wohl älteste Apotheke, die seit mindestens 1422 betrieben wird. Anschließend laufen wir nochmal hoch zur Kohtu Tänav, von wo man einen schönen Ausblick auf die ganze Altstadt hat, das heißt, wenn man es schafft sich durch die Massen der geführten Touristengruppen zu drängeln.

Unsere letzten Kronen setzen wir im Pegasus Café in Cappucchino um, bevor wir dann langsam aber sicher in Richtung Flughafen Ülemiste aufbrechen. Der Flug mit EasyJet ist ganz angenehm und vergeht auch recht fix.

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