Buenos Aires
In der Nacht wachen wir immer mal wieder auf. Draußen regnet es in Strömen. So richtig hell wird es auch nicht. Als wir in Buenos Aires eintreffen, ist es bereits halb zwölf mittags. Wir haben drei Stunden Verspätung, aber wir verpassen bei dem Wetter sowieso nicht viel. Vom Busbahnhof in Retiro geht es mit der Metro zu unserem Hostel „Hotel Estoril” auf der Avenida de Mayo ziemlich im Zentrum. Im Zimmer angekommen halten wir noch eine Weile Ruhe, denn ausgeschlafen sind wir nach der Nacht nicht.
Obwohl es immer noch regnet, beschließen wir aber am Nachmittag trotzdem loszuziehen, denn in Buenos Aires ist man ja auch nicht alle Tage. Die Innenstadt mit ihren prunkvollen Hochhäusern aus den 1920ern ist auch bei Mistwetter beeindruckend. Wir laufen die Avenida de Mayo zum Casa Rosado, dem Regierungspalast. Von da geht es weiter in einer weiten Runde durch die Innenstadt. In einer kleinen Bar gönnen wir uns erstmal ein Bier. Dann laufen wir zurück zum Hostel.
Am Abend kehren wir in einem Asado Grillhaus ein, dem „Siga la vaca”, was soviel wie „Folge der Kuh” heißt. Fleisch satt! :-) Zum Glück sind wir relativ zeitig dran und bekommen auf Anhieb einen Tisch. Eine Stunde später warten im Vorraum schon über 50 Leute. Satt und zufrieden laufen wir durch St. Telmo. Wir landen in einer Bar und genehmigen uns einen Cocktail. So richtig gemütlich ist es hier aber auch nicht und so wechseln wir nochmal in das Sr. Telmo. Das liegt gleich um die Ecke. Hier waren wir ja schon am ersten Abend und so schließen wir unseren Kreis.
Zurück im Hostel müssen wir auch nochmal auf ein Bierchen in die Bar auf der Dachterasse schauen, die auch ganz gut gefüllt ist. So bleiben wir noch eine ganze Weile sitzen.
Heute ist Sonntag und damit Trödelmarkt in San Telmo. Das Wetter spielt heute auch wieder mit, es ist kühl aber sonnig. Wir schlendern den Markt entlang mit vielen Ständen, Tangotänzern, Straßenmusikern und einladenden Läden und Kneipen. Hier könnte man es eine ganze Weile aushalten. Wir sitzen in einer rammelvollen Kneipe, trinken ein Bier, knabbern Erdnüsse und schauen dem bunten Treiben zu. Gegen Nachmittag wollen wir aber doch noch mal Richtung Casa Rosada laufen. Dort kommt gerade ein Bus einer Stadtrundfahrt an. Die Tour geht zwei Stunden. Wir müssten in ca. 2½ Stunden langsam zum Flughafen aufbrechen. Na passt doch! Wir nehmen noch die Stadtrundfahrt mit und sehen so dann doch noch einige Ecken von B.A. wie La Boca und Palermo. Mitten in La Boca mit seinen bunten Häusern am Caminito steht das Stadion „La Bonbonera” der La Boca Juniors, dem ehemaligen Verein von Diego Maradona.
Jetzt haben wir den Tag aber nach dem Regenwetter gestern nochmal richtig nutzen können. Nachdem wir von der Tour wieder im Hostel sind, müssen wir einen Zahn zulegen. Wir brauchen aber nur noch etwas umpacken, denn die Rucksäcke liegen schon seit heute morgen bereit. Mit dem Taxi fahren wir dann zum Flughafen. Dort geht alles recht reibungslos. Nach gut 3½ Wochen in Südamerika mit startet der Flieger kurz vor neun am Abend. Vor uns liegt ein langer Nachtflug.
Zum heutigen Tag gibt es nicht sehr viel zu sagen, da wir die ganze Zeit im Flugzeug sitzen. Außerdem ist der Tag sehr kurz, da wir mehrere Zeitzonen in Richtung Osten mitnehmen. So landen wir nach 13 Stunden am Nachmittag kurz vor drei in Frankfurt. Von hier versuchen gleich den nächsten Standby-Flug nach Berlin zu bekommen, was auch super klappt. Am frühen Abend kommen wir dann wieder gesund und absolut nicht munter in Tegel an. Das ganze Grün an den Bäumen ist etwas ungewohnt, denn uns fehlen ein paar Wochen Frühling und wir kommen gerade aus dem Spätherbst...

