(06.08.2005) Die erste Zusammenfassung
Nach über 4 Wochen in Australien gibt es jetzt mal die erste kurze Zusammenfassung von allem, was nicht so recht im Tagebuch Platz hat. Einige von Euch haben ja auch schon paar Sachen gefragt.
Der erste Eindruck, den man Down under bekommt, ist auf jeden Fall positiv. Die Leute sind wirklich freundlich und das nicht mal unbedingt nur oberflächlich. Es passiert uns immer wieder, dass wir gefragt werden, wie es geht und dann eine halbe Stunde über alles mögliche mit den Leuten plaudern, sei es beim Fleischer oder auf dem Campingplatz.
Auch der Umgang untereinander ist nicht mit Deutschland zu vergleichen. In Byron zum Beispiel zeltete eine Gruppe (ca. um die 18 Jahre) neben zwei Rentnern, die mit ihren dicken Wohnwagen da waren. Die Gespräche zwischen den beiden waren nicht nur „G’day”, sondern schon mal eine viertel Stunde lang. In Deutschland wäre das ziemlich undenkbar...
Was gibt es zu den Preisen zu sagen...
Lebensmittel sind im Großen und Ganzen durchaus mit Deutschland zu vergleichen. Was aus uns unerfindlichen Gründen sehr teuer ist, sind Milchprodukte, wie Käse (wenig Sorten und auch nicht sonderlich gut) und Joghurt. Eine Kugel Eis im Straßenverkauf kostet mal eben 4,50$ (ca. 2,80€, Umrechnungskurs ca. 1€ = 1,60$) auch wenn es dann zwei Kugeln für 5,50$ gibt. Dagegen ist Fleisch sehr preiswert und von der Qualität spitzenmäßig.
Brot ist etwas teurer als in Deutschland, was aber schlimmer ist, es gibt nur weiches Toastbrot. Manche Brotsorten sehen von außen richtig gut aus, wiegen dann aber nur ein Drittel von dem, was man bei dem Anblick eigentlich erwartet hätte.
Bier ist recht teuer (Sixpack a 375ml um die 12-14$ ca. 8€) im Restaurant ein Großes (etwas über 0,5l) ca. 6$. Bei den Biergrößen blickt keiner durch, tausend verschiedene Einheiten, tausend verschiedene Namen, die dann zu allem Überfluss noch zwischen den Bundesstaaten wechseln... Der Wein ist im Gegensatz wieder recht preiswert, wobei es natürlich hier nach oben keine Grenzen gibt.
Die Benzinpreise sind regional unterschiedlich, der Liter Normalbenzin war bisher zwischen 1,00 und 1,20$ zu bekommen. Im Norden soll es noch etwas billiger werden, im Outback ist es dafür logischerweise wieder teurer. Diesel ist ca. 20% teuer als Benzin.
Die Natur ist total faszinierend. Es springt hier das merkwürdigste Viehzeug rum. Es geht früh los, dass die Vögel, vor allem Kookaburras, ohrenbetäubenden Lärm machen. Die Känguruhs und Koalas sehen sowieso total putzig aus. Bis auf ein paar (wahrscheinlich) ungiftige Spinnen ist uns von dem ganzen ungemütlichen Getier in freier Wildbahn noch nichts weiter begegnet. Bisher haben wir eine Menge Eukalyptuswälder, Feigenbäume, Palmen und einen Haufen unbekanntes Gewächs gesehen. Die Blüten an manchen Sträuchern passen irgendwie gar nicht dazu. :-)
Sonnenauf- und -untergänge gibt es auch sehr schöne. Der Nachthimmel ist meistens klar und es sind Unmengen an Sternen zu sehen, mit dem „lichtverschmutzten” Nachthimmel in Deutschland nicht zu vergleichen. Das wird bestimmt noch auffälliger, wenn wir mehr in den Outback kommen, wo es rundherum weit und breit nichts gibt.
Woran man sich erst mal gewöhnen muss, ist, dass der Schatten bzw. die Sonne „andersherum” geht (Osten -> Norden -> Westen). Die Regel mit dem „a” für einen abnehmenden und einem geschriebenen deutschen „z” für einen zunehmenden Mond funktioniert dann logischerweise auch nicht. Allerdings nimmt der Mond hier eher von unten nach oben zu...
Was uns noch aufgefallen ist, Aldi ist Aldi, Burger King heißt Hungry Jack’s, ein Opel Astra ist hier ein Holden Astra, ein Opel Corsa ein Holden Barina. Ein alter Suzuki Swift heißt allerdings auch Holden Barina...
Für die, die es interessiert:
Die Internetzugänge sind momentan noch ausreichend häufig vorhanden, wenn auch nicht immer ganz preiswert. Wir hatten von free WLAN bis 7$ die Stunde mit Count down schon alles. Wir müssen ab und zu etwas tricksen, um die Webseiten vom USB-Sick hochzuladen. Meistens sind die Laufwerke für Direktzugriff gesperrt, manchmal gibt es nicht mal eine rechte Maustaste. Somit kommt man vom Desktop nicht auf den USB-Stick Da dann aber doch noch irgendein Textprogramm vorhanden ist, wird halt dann mit Tastatur im „Öffnen”-Fenster vom Texteditor hin und herkopiert ;-)
Falls jemand noch etwas besonders interessiert, schreibt ne Email!
Nachtrag: Der Umrechnungskurs war etwas verkehrt rum. Jetzt richtg: 1€ sind ca. 1,60$.
