(18.03.2006) Wildlife
Es wird Zeit, dass wir hier auch wieder mal was schreiben. Wir sind da wohl etwas faul geworden. ;-)
Uns selber fällt es ja schon gar nicht mehr so auf bzw. ist es schon fast normal, dass wir hier unheimlich viele Tiere sehen. Da wir ja wirklich die meiste Zeit draußen verbringen (Das Auto zählen wir mal lieber gar nicht als „drin”...), ist es gar nicht so schwierig das ganze Getier zu Gesicht zu bekommen. Außerdem schlafen wir ab und zu mitten auf Campingplätzen in der Natur, zum Beispiel wenn wir in Nationalparks oder State Forests unterwegs sind.
Mittlerweile sind wir es schon fast gewohnt, wenn ab und zu mal ein Känguruh oder irgendwelche anderen Tiere vorbeischauen.
Wir müssen aber auch zugeben, dass wir ab und zu ziemlich Glück hatten, ob es jetzt der günstige Zeitpunkt bei den Schnabeltieren in Eungella oder die zufällige Begegnung mit dem Cassowarie in Etty Bay an der Ostküste war.
Der erste Eindruck, wenn man in Australien ist: Alles ist irgendwie tödlich giftig oder kann zumindestens unheimlich weh tun. Am Anfang schaut man auch noch überall hin und sucht, ob einem nicht gleich irgendwas beißt, sticht oder sonstwas. Aber nach einer Weile nimmt man das alles gar nicht mehr so richtig wahr. Mittlerweile sind wir sogar froh, wenn wir mal irgendetwas Ungewöhnliches (bzw. auch unheimlich Giftiges) entdecken. Wenn wir mit dem Auto unterwegs sind, gibt’s dann schon mal ne halbe Notbremsung, wir schnappen uns die Kameras, springen raus und der Schlange hinterher. Den notwendigen Abstand hält man dann aber trotzdem mal lieber ein... ;-)
Bisher hatten wir Begegnungen mit mehreren Schlangen (von denen wir mindestens zwei eindeutig als ziemlich giftig erkannt haben - Death Adder und Tiger Snake), etlichen Spinnen (Redbacks sind zwar ruhige, aber im Fall des Falles auch eher sehr unangenehme Gesellen). Alles andere ist sowieso meistens schneller weg, als man es überhaupt erkannt hat oder man nimmt es gar nicht erst wahr.
Es sind aber nicht immer unbedingt die giftigen Sachen, die richtig spannend sind. So könnten wir stundenlang den Kookaburra anschauen, der geduldig im Baum über uns sitzt und darauf wartet, dass vielleicht ein Wurm vorbei kommt (bzw. uns ein Stück Fleisch runterfällt).
Auf jeden Fall wird es nie langweilig, da meistens ganz unerwartet wieder irgendwas passiert, was uns wieder völlig weghaut vor Begeisterung. Das beste Beispiel war die Gruppe Delfine beim Schnorcheln im Cape Le Grand N.P. ...

