Fraser Island
Wir haben eine self-guided 4-WD Safari nach Fraser Island gebucht, der größten Sandinsel der Welt. Das heißt, 8 bis 11 Leute bekommen einen Toyota Landcruiser, komplette Campingausrüstung mit Zelten, Geschirr, Gaskocher, ein paar Tipps, was man am besten mitnimmt, eine Landkarte und ein Ticket für die Fähre.
Beim Pre-Meeting gestern wurden zwei Gruppen aus je 9 Leuten eingeteilt. Wir sind zusammen mit zwei niederländischen (Babette und Lexi), drei irischen (Aoife, Aoife und Audrey) und zwei deutschen Mädels (Julia und Andrea). Die andere Gruppe ist ein Mix aus Iren, Engländern und Schotten.
Babette hat die Tour schon einmal gemacht und hat daher paar gute Tipps, was wir einkaufen sollten und auch schon paar Ideen, was man am besten anschaut.
05:45 Uhr beginnt das müssen wir die Ausrüstung prüfen und in das Auto laden.
Um 9 geht dann die Fähre. Nach einer halben Stunde kommen wir dann auf Fraser an. Ab hier geht es dann nur mit Allradantrieb auf Sandwegen durch den Regenwald. Wir fahren zunächst zur „Central Station” einem kleinen, ehemaligen Holzverladebahnhof. Dort machen wir einen kleinen Spaziergang durch den Regenwald. Danach geht’s zum Lake Birrabeen. Hier tanken wir etwas Sonne. Der See ist glasklar aber zum Baden gehen doch etwas kalt. Am Lake Boomanjin bauen wir unsere Ausrüstung auf und machen ein schönes Barbecue mit Hamburgern und Würstchen (definitiv keine Thüringer :-)
Nach dem Essen geht’s auf zum Strand. Hier geht es über den harten Sand dann auch wieder schneller voran. Wir fahren nordwärts und halten dann am Weg zum Lake Wabby. Nach einem 40-Minuten-Fußmarsch springen wir erstmal zu den „Cat fish” ins Wasser. Kalt aber herrlich erfrischend. Von der Düne am See hat man eine herrliche Aussicht.
Es gibt zwar genug Campingplätze, aber wir entscheiden uns hinter den Dünen direkt am Stand zu zelten. Abends gibt es dann noch eine feucht-fröhliche Party. Zwischendurch bekommen wir immer wieder Besuch von Dingos, den australischen Wildhunden.
Es heißt früh aufstehen, wir wollen ja viel sehen. Die Zeiten für Ebbe und Flut liegen günstig, wir können fast den ganzen Tag am Strand fahren.
Die erste Station machen wir am Wrack der „T.S.S. Maheno”, die 1935 auf Fraser gestrandet ist.
Nach einem kurzen Stopp an den Pinnacles, fahren wir zum Lake Allom. Der Weg ist ziemlich schlecht, aber lohnt sich auf jeden Fall. Im See gibt es etliche Wasserschildkröten. Weiter geht es nach Indian Head, dem nördlichsten Punkt, den man am Strand erreichen kann. Leider ist das Wetter jetzt etwas schlechter und die See ziemlich rau. Bei gutem Wetter stehen dort die Chancen nicht schlecht, Wale, Delfine, Mantas oder Haie zu sehen.
Leider treffen wir die andere Gruppe nicht mehr. Es ist mittlerweile zu spät, um die Furt durch den Eli Creek zu nehmen, da das Wasser durch die Flut schon zu hoch ist.
Wir zelten in Sichtweite der Maheno und haben auch zu neunt eine Menge zu lachen.
Nach einem beeindruckenden Sonnenaufgang laufen wir den Eli Creek hoch. Das Wasser des kleinen Flusses ist glasklar. Das Wetter ist heute auch spitze, sodass alles noch mehr Spaß macht.
Danach brechen wir zur letzten und beeindruckendsten Station auf Fraser auf, dem Lake McKenzie. Der Sandstrand ist strahlend weiß, das Wasser von glasklar bis tiefblau. Nach einem Sprung in die Fluten gibt es nochmal ein kleines B.B.Q.
Leider müssen wir schon wieder aufbrechen, da die Fähre um 14:30 Uhr ablegt.
Wieder in Hervey Bay angekommen, machen wir erst die Ausrüstung sauber, bevor wir unter die Dusche gehen. Der Sand ist wirklich überall.
Abends treffen wir uns nochmal alle zusammen und feiern noch ein paar Stunden.
Der Ausflug nach Fraser hat sich vollstens gelohnt. Die Insel ist absolut beeindruckend und wunderschön. Es ist schwierig, das überhaupt in Worte zu fassen.
Wir hatten auch viel Glück mit unserer Gruppe. Es war sehr lustig, wir haben eine Menge gelacht, obwohl vor allem der irische Akzent nicht immer ganz einfach zu verstehen war. Da sich Babette bereits etwas auskannte, haben wir auch sehr viel gesehen.
Es war auch sehr gut möglich, Studien über das weibliche Fahrverhalten zu machen. ;-) Das Fahren im Sand hat total Spaß gemacht, war dann aber doch ab und zu gar nicht so einfach. Zum Glück sind wir nie richtig stecken geblieben (oder umgekippt. ;-)


