Tagebuch Australien (Eintrag 28 von 98)

Magnetic Island

Magnetic Island ist eine kleine Insel in der Nähe von Townsville. Der Name kommt daher, dass der Herr Cook wohl damals ein paar Schwierigkeiten mit seinem Kompass hatte und dachte, die Insel sei magnetisch. Keine Ahnung, was die Jungs damals am Vorabend für eine Party gefeiert haben...

Eigentlich wollten wir uns die Insel sparen. Nachdem es uns aber von allem möglichen Leuten empfohlen wurde, haben wir doch mal geschaut, wie es hier aussieht. Die Insel ist über die Hälfte Nationalpark und hat viele Wanderwege mit herrlicher Natur zu bieten.

 

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Mittwoch, 14.09.2005

Die Fähre geht um halb 10 und braucht 40 Minuten. Am Vormittag machen wir gleich eine 5km lange Wanderung durch den Nationalpark. Auf dem Track sehen wir unzählige kleine Eidechsen. Wir sind uns aber sicher, dass wir auch von einer Menge Schlangen gesehen werden. ;-) Wir bekommen allerdings nur eine kleine zu Gesicht.

Danach gibt es erstmal eine kurze Abkühlung im Meer am West Point. Anschließend besuchen wir die Rock Wallabies in Arcadia und bekommen auch jede Menge der kleinen Tierchen vor die Kamera.

Der Campingplatz macht auf Anhieb einen sehr netten Eindruck. Wir kommen gerade noch rechtzeitig zur Fütterung der Blauwangenloris. Dann gibt es hier noch Pfaue, ein Huhn, Stelzenviecher und etliche freche Possums. Die Meinung, dass die Kleinen ganz niedlich sind, wandelt sich ganz schnell, als eines Kathleen ganz unvermittelt in den Zeh beißt...

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Donnerstag, 15.09.2005

Am Vormittag wandern wir wieder ein kurzes Stück zur Arthur Bay. Hier ist wieder Schnorcheln angesagt. Ich setz allerdings heute mal aus, da er sich wahrscheinlich in Bowen etwas erkältet hat.

Nachdem wir dann genug von der Sonne haben, wandern wir hoch zu einer alten Militäranlage aus dem 2. Weltkrieg. In der Gegend sollen die Chancen vor allem Nachmittags ganz gut sein, Koalas zu treffen. In den alten Bunkeranlagen leben jetzt etliche kleine Fledermäuse. Von der Spitze des Bergs hat man einen guten Blick. Wir gehen den Weg zurück und laufen schon die ganze Zeit wie „Hans guck in die Luft”. In den Bäumen ist nichts zu entdecken. Als wir aber schon fast nicht mehr damit gerechnet haben, läuft gerade am Wegrand ein Koala mit seinem Nachwuchs auf dem Rücken in Zeitlupe durch’s Gebüsch. Nachdem er ein paar Blätter gefressen hat, klettert er auf den nächsten Baum und schläft sofort ein.

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Freitag, 16.09.2005

Einbrecher! Nachts hatten wir die Tür am Auto einen Spalt offen. Gegen vier wachen wir auf, weil es unter uns raschelt. Ein Possum untersucht in einer Seelenruhe den Inhalt unseres Autos. Nachdem wir es „gestellt” haben, macht es trotzdem keine Anstalten abzuhauen. Erst als wir es fast mit Stöcken herausjagen, zieht es Leine. Wir wundern uns, warum es so eigenartig läuft, aber es hat noch eine Kiwi mitgehen lassen. Frechheit! :-)

Am Morgen besuchen uns dann fast alle anderen Tierarten, die hier so auf dem Campingplatz rumrennen bzw. fliegen und wollen uns beim Frühstück Gesellschaft leisten.

Danach gehen wir wieder wandern. Wir bekommen schon einen ordentlichen Schreck, als wir eine Schlange direkt neben dem Weg sehen. Das was man sieht, passt so ziemlich auf die Beschreibung einer Death adder, einer Todesotter und somit ein ganz schön giftiges Tierchen. Wir sind uns zwar nicht ganz sicher, haben aber auch keine besonders große Lust, das Tierchen aus der Nähe zu betrachten...

Wir wandern an insgesamt vier Buchten vorbei, eine schöner als die andere. Der Weg ist allerdings alles andere als einfach. Wir kommen ganz schön ins Schwitzen. Dagegen hilft wieder ein Bad im Meer.

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Sonnabend, 17.09.2005

Nachdem wir den Campingplatz geräumt haben, fahren wir nochmal zu einer der Buchten um etwas zu schnorcheln. Anschließend schauen wir auf dem Weg zur Fähre nochmal im Büro vom Ranger vorbei. Jetzt sind wir uns fast sicher, dass es eine Todesotter war. Die andere Schlange, die wir am Mittwoch gesehen haben, war übrigens wahrscheinlich auch was Giftiges...

Um zwei setzen wir dann mit der Fähre wieder nach Townsville über.

Wir wollen noch ein paar Kilometer nach Norden und fahren zum Paluma N.P., genauer zu einem sehr angenehmen Fleckchen namens Big Crystal Creek.

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