Outback!
Jetzt ist es soweit, wir lassen die Ostküste hinter uns und fahren in das „andere” Australien. Von Townsville geht es auf den Overlander’s Way. Es kommen uns auch gleich die ersten richtigen Road Trains entgegen. Bisher hatten wir nur Lkws mit 2 Anhängern, jetzt sind es 3 und manchmal noch mehr. Da wir nur 80km/h fahren, werden wir auch ab und zu von so einem 53m-Monster überholt.
Wir fahren über Charters Towers nach Hughenden. Zwischendrin gibt es fast nichts. Wir haben Glück, der Caravanpark in Hughenden ist ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem Schwimmbad. :-) Es ist nämlich unheimlich warm...
Wir schauen früh morgens aus dem Auto und glauben wir sehen nicht richtig. Ein Regenbogen im Outback. Aber die Regenzeit ist ja auch hier nicht mehr weit entfernt.
Den ersten Stopp machen wir im Nachbarort, in Richmond, nur 130km entfernt. Wir verbringen über zwei Stunden im Museum. „Kronosaurus Korner” hat jede Menge an Fossilien zu bieten. Sehr interessant!
Danach geht es über Julia Creek nach Cloncurry. Die Strecke hat jetzt nicht mehr Abwechslung zu bieten und es wird immer heißer.
Das erste was wir auf dem Campingplatz machen, ist in den Pool springen. Es sind 40°C...
Heute haben wir nur wenige Kilometer auf dem Plan, dafür aber die bisher längste Etappe ohne irgendwas dazwischen. Wir halten in Mt. Isa, einer Bergwerksstadt. Nicht unbedingt schön aber schon fast riesig für das was wir bisher im Outback gesehen haben.
Dann folgen 188km absolutem Nichts. Um drei sind wir in Camooweal und es ist heiß...
Wir verlassen Queensland. Es geht jetzt ins Northern Territory. Hier kommen wir in eine andere Zeitzone. Komischerweise müssen wir die Uhr eine halbe Stunde zurückstellen. Der Unterschied zu Deutschland ist also nur noch 7½ Stunden.
Die Strecke ist heute sehr langweilig. Teilweise geht es 50 oder 60km nur geradeaus. Die Straßenverhältnisse sind übrigens gut. Ganz selten ist nur mal eine Spur für beide Richtungen da. Dort heißt es dann, der kleinere muss in den Dreck.
Die Landschaft ist so, wie man sich Australien vorstellt, rote Erde, Spinnifexgras, ab und zu ein paar Bäume und dazwischen immer wieder Kühe.
Das Nachtlager schlagen wir in Tennant Creek auf. Am Abend kommt noch ein kurzes aber sehr heftiges Gewitter, was etwas Abkühlung bringt.
Kurs ist heute Richtung Süden, nach Alice Springs. Davor machen wir Halt an den Devils Marbles, einer Granitsteinansammlung von großen Kugeln. Dann geht es wieder endlos geradeaus. Nach über 500km sind wir dann endlich da und ziemlich fertig.
Was einen im Outback richtig nerven kann, sind die Unmengen an Fliegen. Die kleinen Biester stürzen sich regelrecht auf einen und wollen dann unbedingt in den Augen, Nase oder Ohren landen...


