Tagebuch Australien (Eintrag 36 von 98)

Alice Springs - Uluru

Mittwoch, 12.10.2005

Heute brechen wir in Richtung Uluru - Kata Tjuta Nationalpark, ca. 400km südwestlich von Alice Springs auf. Die Fahrt dorthin ist erstmal nicht allzu spannend. Dann kommt der Mt. Conner in Sicht, ein riesiger Tafelberg. Vom Lookout hat man auf der einen Seite den Tafelberg und auf der anderen Seite einen guten Blick auf einen großen Salzsee. Dann ca. 50km vor unserem Ziel haben wir das erste Mal freie Sicht auf den Uluru (Ayers Rock).

Der Campingplatz ist ca. 24km entfernt, bietet aber trotzdem einen schönen Blick auf den riesigen Felsen. Der Monolith ist 348m höher als die Umgebung und hat einen Umfang von über 9km.

Vom Lookout auf dem Campingplatz genießen wir den Sonnenuntergang mit Blick auf den großen roten Felsen.

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Donnerstag, 13.10.2005

Es heißt früh aufstehen, denn wir wollen den Sonnenaufang am Uluru sehen. Um 5 klingelt der Wecker. Am Sunrise Point stehen schon etliche Autos, Caravans und Busse. Es ist schon witzig anzuschauen, wie jeder versucht einen günstigen Blickwinkel zu finden. Nach ein paar Minuten zeigt sich die Sonne dann am Horizont und taucht den Uluru in ein eigenartiges oranges Licht. Wir verlassen den Sunrise Point eine ganze Weile nach den Reisebussen, die sofort wieder weitergezogen sind. Wir parken am Ausgangspunkt für den Base Walk, die Wanderroute um den Uluru. Von hier aus beginnt auch der Weg für den Aufstieg. Mittlerweile sollte es eigentlich allgemein bekannt sein, dass man aus Respekt vor dem Glauben der Aborigines nicht auf den Felsen steigen sollte. Obwohl es auch überall im Nationalpark und sogar auf den Eintrittskarten steht, tun dies doch recht viele Leute, vor allem Japaner. Wir entscheiden uns für den 10km langen Base Walk. Aus der Nähe sieht der Uluru ganz anders, als man ihn sich immer vorgestellt hat. Die oberste Schicht des Sandsteins ist durch Verwitterungen uneben. Die Farbe des Steins reicht von silbrig grau über rostrot bis schwarz. Je nach Lichteinfall ergeben sich die unterschiedlichsten Farben. Es gibt viele kleine Schluchten, trockene Wasserläufe und kleine Höhlen.

Nach vier Stunden gemütlichen Wanderns haben wir den Uluru umrundet. Am Nachmittag wollen wir uns eigentlich eine kleine Siesta gönnen, als plötzlich dunkle Wolken aufziehen und es anfängt zu regnen. Wir fahren wieder in den Nationalpark um den seltenen Anblick vom Uluru im Regen zu bekommen.

Am Abend statten wir dem Felsen noch einen Besuch ab. Diesmal stehen wir am Sunset Point um einen schönen Blick im Sonnenuntergang zu haben. Leider schiebt sich im entscheidenden Moment ein dicke Wolke vor die Sonne.

In der Nacht regnet es ungewöhnlicherweise wieder.

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