Alice Springs
Heute schlafen wir mal richtig aus und stehen „erst” um 7 auf. :-)
Wir fahren von der Kings Creek Station wieder in Richtung Alice Springs. Die Strecke zieht sich wieder ganz schön. Ab und zu ist die Straße etwas unter Wasser. Die Floodways sind zwar teilweise nur 10cm überflutet, aber wenn es jetzt noch weiter regnet, kann das auch mal ganz schnell mehr werden. Die Markierungspfäle gehen ab und zu bis 1,4m oder noch höher. Der Himmel ist auch wieder ziemlich bewölkt.
In Alice angekommen, gehen wir ins Old Ghan Museum. Dort sind ein paar Wagons des Ghan, der bis 1980 von Adelaide bis Alice Springs gefahren ist. Der neue fährt ja erst seit ein paar Jahren, jetzt allerdings bis Darwin. Im Museum gibt es dann noch ein Sammelsurium von allem möglichen Zeugs rund um die Eisenbahnlinie. Es ist ein nettes kleines, etwas chaotisch aber liebevoll zusammengestelltes Museum.
Am Abend fängt es dann wieder an zu gewittern und in Strömen zu regen.
Die Nacht war trocken, aber am Morgen fängt es wieder an zu regnen. Wir entscheiden uns für einen Museums- und Kulturtag. Als erstes besuchen wir die School of the Air. Der Unterricht wir heute neben Funk auch über Internet und Satelliten gegeben. Wir können sogar bei einer Unterrichtsstunde zuschauen.
Danach geht es zur alten Telegrafenstation von Alice Springs. Viel Information, aber nicht ganz so spannend. Nebenan fließt der Todd River. In den Landkarten steht hinter dem Namen „Usually dry”. Im Moment hat er aber schon eine ganz beachtliche Größe.
Als Nächstes schauen wir beim RFDS vorbei, dem Royal Flying Doctor Service. Neben einem Video und dem Museum gibt es Gelegenheit dem Operator direkt bei der Arbeit zuzusehen.
Das Wetter sieht heute eher so aus, wie man es hier erwartet. Blauer Himmel, Sonne satt. Wir fahren in den West McDonnell Nationalpark in den Gebirgszügen westlich von Alice Springs. Wir laufen durch die Standley Chasm. Das ist eine sehr schmale Schlucht, nur ein paar Meter breit. Am Mittag scheint die Sonne für ein paar Minuten direkt bis in die Talsohle der Schlucht hinein.
Ein paar Kilometer weiter schauen wir nochmal an einer anderen Schlucht vorbei, der Simpsons Gap. Der Flussdurchbruch sieht aus wie in den Granit hineingesprengt, ist aber natürlich entstanden und hat mit Sicherheit einige Jahre gebraucht. :-)


