Kakadu N.P.
Rund um Darwin gibt es riesengroße Nationalparks. Da vieles nur über Schotterpisten und mit Allradantrieb zu erreichen sind, haben wir uns für eine geführte, fünftägige Tour entschieden. Das ist zwar nicht gerade billig, aber wahrscheinlich die beste Art, die Gegend hier zu erkunden. Außerdem freuen wir uns auf etwas „richtiges Outback-Feeling”, Schlafen im Swag, Kochen auf dem Lagerfeuer und eine Menge Staub...
Wir werden früh um sieben abgeholt. Wir sind insgesamt 8 Leute + Tourguide. Diesmal sind wir mit zwei englischen und einem schweizer Pärchen unterwegs. Als Erstes geht es zum Strand, wo wir von einigen Aborigines begrüßt werden. Wir bekommen eine erste Einweisung wie man Didgeridoo spielt. Am Anfang klingt es eher nach röhrender Hirsch, klappt aber dann fürs erste Mal ganz gut. Danach versuchen wir uns noch im Speerwerfen und erfahren noch einiges über die Lebensweise der Aborigines.
Anschließend geht es auf Krokodiljagd in die Mary River Wetlands. Vom Boot aus sehen wir zwei Salzwasserkrokodile, ca. 3m und ca. 3,5m. Schwimmen zu gehen wäre ein eine schlechte Idee...
Mittags machen wir an einem Billabong halt, wo es keine Salties gibt. Wir schwimmen erstmal eine Runde, bevor es Mittag gibt. Ein Billabong ist ein Wasserloch, was nur in der Regenzeit Teil eines Flusses wird.
Dann geht es in Richtung Kakadu Nationalpark. Unterwegs sammeln wir noch etwas Feuerholz. Es ist schon später Nachmittag, als wir in Ubirr ankommen. Hier gibt es etliche Felsmalereien zu sehen. Unser Übernachtungsplatz ist Sandy Billabong mitten im Nichts. Der Billabong ist bekannt dafür, dass es hier Salzwasserkrokos gibt. Wir campen im sicheren Abstand. Beim Feuerholz vorbereiten handel ich mir einen ordentlichen Splitter im Schienbein ein. Sieht wohl so aus, als ob Baden gehen die nächsten Tage ausfällt. :-(
Nach dem sehr ausgiebigen B.B.Q. geht es in die Zelte. Ich schlaf lieber draußen unter freiem Himmel, da es im Zelt immer noch zu warm ist.
Kurz nach Sonnenaufgang gibt es Frühstück. Nachdem alles wieder zusammengepackt ist, geht es ins Warradjan Cultural Centre. Die Ausstellung über das Leben der Aborigines ist sehr beeindruckend und interessant. Als Nächstes geht es über eine Holperstrecke und ein Stück mit dem Boot zu den Twin Falls. Am Nachmittag gibt es dann noch eine kurze Wanderung zu den Jim Jim Falls. Die 210m hohen Wasserfälle sind imposant. Hier können sich alle erstmal eine kleine Abkühlung. Übernachtet wird in Garnamarr auf einem fast luxuriösen Campingplatz (mit Duschen ;-).
Heute geht es als Erstes zur Barramundi Gorge. Hier kann man von den Klippen ins Wasser springen. Matt, unser Guide, und Rainer, der Schweizer, springen die 18m. Alle anderen geben sich mit geringeren Höhen zufrieden. Ich kann nur von draußen zuschauen... :-(
Mittags schauen wir dann an riesigen Termitenhügeln vorbei. Ein Bau braucht bis zu 80 Jahre, bis er diese Höhe erreicht hat. Auf dem Weg zur nächsten Schlucht gibt es dann erstmal eine unfreiwillige Unterbrechung, da der Vorderreifen des Landcruisers aufgibt.
Am Nachmittag fahren wir zu den Edith Falls. Auch wenn wir hier schon mal waren und das eigentlich nicht auf dem Plan stand, haben wir nichts dagegen. :-) Kathleen geht mit den anderen schwimmen und ich baue zusammen mit Matt ein Didgeridoo. Wir haben nämlich einen von Termiten ausgehöhlten Baumstamm gefunden. Die Risse und Löcher in dem alten Holz werden mit Alufolie und Wachs versiegelt. Das Didgeridoo wird erstaunlich gut.
Nach dem wieder spitzenmäßigen Abendessen probiert sich jeder mal am Didge. Wir sitzen wieder eine ganze Weile am Lagerfeuer und machen lustige Geschicklichkeitsspiele.


