Tagebuch Australien (Eintrag 49 von 98)

Karijini N.P.

Der Karijini Nationalpark im Nordwesten wird in den meisten Reiseführern als unbedingtes Muss empfohlen. Es gibt mehrere riesige Schluchtensysteme mit vielen Wasserläufen und staubig roten Ebenen. Durch den hohen Anteil an Eisen, Kupfer, Asbest und haufenweise anderem Zeugs schimmern die Felswände in den verschiedenstens Farben. Es wird allerdings auch empfohlen nicht zu tief einzuatmen, doch nur in den Gebieten, wo früher das Asbest abgebaut wurde.

Montag, 21.11.2005

Nachdem wir am Vorabend nach Sonnenuntergang das Essen auf dem ersten Nationalparkcamp noch ganz gut genießen konnten, sieht es heute schon anders aus. Obwohl die Sonne noch nicht aufgegangen ist, fallen zum Frühstück schon Myriaden von Fliegen über uns her.

Dann schauen wir nicht schlecht, als uns Melanie und Manfred vom Tauchkurs in Cairns über den Weg laufen. Die Welt ist ein Dorf. Zu viert erkunden wir dann die Dales Gorges. Zuerst geht es zum Circular Pool. Das Wasser ist für australische Verhältnisse sehr kalt. Anschließend laufen wir in der Schlucht weiter zu den Fortescue Falls und zum Fern Pool.

Am Nachmittag fahren wir zur Knox Gorge, wo auch wieder eine zweistündige Wanderung in die Schlucht auf uns wartet. Die Joffre Gorge schauen wir uns nur vom Lookout aus an. Der Wasserfall ist leider trocken.

Nach den ganzen holprigen Schotterpisten trifft uns bald der Schlag, als wir die Heckklappe vom Auto öffnen. Der rote Staub hat sich wirklich überall breitgemacht. Es sieht alles aus wie Sau...

Wir übernachten im zweiten Nationalparkcamp. Hier gibt es „Bucket showers”, Duschen mit Wassersack zum selber hochziehen. :-)

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Dienstag, 22.11.2005

Wir stehen wieder mitten in der Nacht auf um den Fliegen zu entgehen. Das ist allerdings auch wieder ziemlich erfolglos. Dafür sind wir aber schön zeitig zum Wanderngehen.

Wir beginnen mit der Weano George. Wir sind die einzigen, die hierherumlaufen und so haben wir die ganze Schlucht für uns. Weiter als bis zum Handrail Pool kommt man ohne Kletterausrüstung nicht. Allerdings hatten wir das auch gar nicht vor. Der kalte Pool ist von steilen Felswänden umgeben und lädt zum Baden gehen ein.

Danach geht es in die nahe gelegene Hancock Gorge. Der Weg ist auch hier wieder nicht ganz ohne. Es geht über Leitern und durch knietiefes Wasser. Irgendwann lassen wir den Rucksack und den ganzen Rest stehen und es geht in Badeklammotten weiter. Wir kommen bis zu Kermits Pool, wo man einen beeindruckenden Blick in die Schlucht und auf Regans Pool hat.

Wir überlegen, ob wir noch einen Abstecher zur Hamersley Gorge machen. Diese ist nur über eine 55km lange Schotterpiste zu erreichen. Wir entschließen uns dann aber doch dazu. Der Weg dorthin ist wieder sehr staubig. Wir werden jedoch mit einem sehr schönen Blick auf die Schlucht und einem kühlen Bad belohnt. Die Felsen haben alle möglichen Farben und die verschieden teilweise zusammengeschobenen Schichten sind sehr gut zu erkennen.

Wir übernachten völlig verstaubt irgendwo im Nichts zwischen Paraburdoo und dem North-West Coastal Highway.

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