Kalbarri N.P.
Nachdem wir ja gestern schon mal kurz im Nationalpark waren, geht es heute richtig los. Es gibt wieder mal volles Programm. Wir fahren 27km auf einer unbefestigten Holperpiste unterster Kategorie mit bösartigstem Wellblech bis zum „Loop”. Hier beginnt die ca. 8km lange Wanderung entlang einer großen Schleife des Murchison River. Wir kommen am Nature’s Window vorbei, einer kleinen Naturbrücke mir Blick auf das Tal.
Das Wetter spielt allerdings heute nicht so richtig mit, es ziehen Wolken auf und es fängt immer wieder leicht an zu regnen. Macht aber nichts, da es zum Wandern viel angenehmer ist. Die Landschaft und die Aussichten sind hier wieder genial. Die 8km ziehen sich zwar ganz schön, aber wir sind gegen Mittag schon wieder zurück am Nature’s Window. Das Wetter ist mittlerweile auch wieder bestens.
Danach fahren wir zum Z-Bend Lookout. Die Holperpiste ist 12km, gefühlt sind es 50km und für das Auto sind es wahrscheinlich wie 5000km... Am Lookout stürzen wir los um in die Schlucht zu kommen. Schließlich wollen wir den Nationalpark richtig erkunden und nicht nur vom Lookout sehen, wie die meisten Leute hier. Allerdings verfehlen wir den richtigen Weg. Nach ein paar hundert Metern geht es nicht mehr weiter. :-0
Zurück am Lookout sehen wir dann, wo wir entlang gemusst hätten. Eigentlich haben wir keine Lust mehr, hier weiterzulaufen, machen den Abstieg dann aber trotzdem. Unten angekommen belohnen wir uns mit einem sehr erfrischenden Bad. :-)
Abends sitzen wir noch eine ganze Weile mit Poo und Esteban, einem französisch-österreichischen Pärchen, die wir entlang der Westküste schon ein paar Mal getroffen haben.
Nach einem sehr ausgiebigen Frühstück starten wir in den Küstenteil des Kalbarri Nationalparks. Wir beginnen mit den Blue Holes. Hier kann man wieder gut Schnorcheln. Es ist uns aber viel zu kalt und durch den starken Wind sind die Bedingungen sowieso alles andere als ideal. Es geht weiter nach Red Bluff, zum Red Bluff Lookout und zum Mushroom Rock. Mit etwas Fantasie erinnert der Felsen hier an einen Pilz. Den 2km-Rundweg haben wir recht schnell erkundet und es geht weiter zu den nächsten Assichtspunkten: Grandstand Lookout und Shellhouse Lookout. Hier sehen wir weit unten im Meer an die 20 Delfine.
Ein paar 100m Meter weiter ist dann die „Natural Bridge”, eine Felsenbrücke in den Klippen.
Danach fahren wir weiter in Richtung Süden. Wir kommen am „Pink Lake” vorbei. Wir hatten mit einem leicht rosa schimmernden See gerechnet. Was wir hier aber sehen, ist je nach Lichteinfall knallrosa bis fast magenta farbenes Wasser. Im stark salzhaltigen Wasser wächst eine Algenart, die für die Färbung sorgt. Aus dem See wird Salz und der Farbstoff Betacarotin gewonnen.
Am Abend kommen wir dann in Geraldton an. Der Ort mit seinen 26000 Einwohnern kommt uns schon fast wie eine Großstadt vor. Ampeln, Rush hour, viel Verkehr, das sind wir gar nicht mehr gewohnt...
Die schlechte Nachricht, der Townace hat innerhalb von 100km gleich zweimal zu niedrigen Kühlwasserstand. Allerdings finden wir die Ursache recht schnell: zum Glück nur ein Riss im Kühlerschlauch...


