Tagebuch Australien (Eintrag 62 von 98)

Der Sommer ist da

Montag, 02.01. bis Freitag 06.01.2006

Diese Woche fassen wir gleich mal zusammen, da es sonst jeden Tag über Äpfel gehen würde... ;-)

 

Die ersten drei Tage passiert nicht viel. Der graue Alltag hat uns wieder. Am Dienstag regnet es früh, wodurch das Äpfelpflücken noch mehr Spaß macht. Am Mittwoch beginnt aber nun wirklich der Sommer Einzug zu halten. Es ist zwar wieder trocken und warm aber das Arbeiten ist deshalb oder gerade deswegen nicht unbedingt lustiger.

 

Am Donnerstag machen wir am Nachmittag nochmal einen Versuch, bei der Post in Perth vorbeizuschauen. So einfach geben wir nicht auf. Und Überraschung! Der Weihnachtsmann war da! Zwei Päckchen und unsere Tauchausweise. Abends stürzen wir uns erstmal auf die zwei Weihnachtspakete. Wir freuen uns riesig drüber! Der Stollen ist heil und die Pfefferkuchen und Kekse sehen sehr lecker aus. Und wir haben wieder etwas neue Musik zum Anhören! Nochmal danke an die Weihnachtsmänner und-frauen!!! :-)

 

Am Freitag erreichen wir die 37°C im Schatten. Wir schwitzen nicht schlecht und sind wieder unheimlich motiviert...

Am Abend ist dann das Xavier Rudd-Konzert. Wir sind pünktlich abends halb sechs in Fremantle. Eine recht große Bühne, ein Bierstand, eine Futterbude und 370 Dixi-Klos. So weit, so gut. Was allerdings bedenklich ist, sind die Leute aller Altersgruppen, die sich mit Decken, Klappstühlen und Kühlboxen direkt vor der Bühne breitmachen. Als die erste Band („EmDee” - könnte man als Drum’n’Didge bezeichnen) anfängt, ist absolut keine Stimmung in Sicht. Alle sitzen nur rum, obwohl die Musik ganz fetzig ist. Das kann ja noch heiter werden...

Auch bei der zweiten Band („Cornerstone Roots” - Reggae aus Neuseeland) ist keine Stimmung. Nur am Rand tanzen eine handvoll Leute. Wenn in der Mitte jemand aufsteht und dort stehen bleibt, kommt gleich die Security. Die anderen Leute wollen ja schließlich was sehen... Hallo???

Bei Xavier Rudd kommen dann aber doch die Massen etwas in Bewegung und es scheint doch noch ein richtiges Konzert zu werden. Der Herr Rudd ist eine Art Ein-Mann-Band und singt, spielt Gitarre, Didgeridoo, Drums gleichzeitig. Die Musik ist gut und die Stimmung ist jetzt wirklich da! Alles in allem eine sehr gelungene Aktion.

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