Tagebuch Australien (Eintrag 69 von 98)

Southern Forests

Donnerstag, 02.02.2006

Heute wollen wir zu den Feuerwach-Bäumen rund um Pemberton. Es gibt drei, die man besteigen kann. Ich will auf jeden Fall mal schauen... Wir beginnen mit dem Bicentennial Tree. Bei den Höhenangaben sind die Leute sich hier irgendwie nicht einig. Auf einem Schild steht was von über 60m, auf einem anderen was von 75m. Das ist aber eigentlich egal, denn es ist einfach nur verdammt hoch! Es geht auf Stangen in einer Art Wendeltreppe nach oben. Ich komm ganz schön ins Schwitzen. Ob das jetzt von der Anstrengung oder eher von der Aufregung kommt, ist schwer zu sagen. Oben angekommen gibt es aber einen schönen Rundumblick. Wieder unten angekommen zittern zwar die Knie noch etwas, aber es war nicht so schlimm wie eigentlich gedacht. Es ist auf jeden Fall ein ordentlicher Adrenalin-Kick. :-)

Danach fahren wir zum Gloucester Tree, dem bekanntesten und angeblich höchsten besteigbaren Baum. Die Plattform ist hier auf 61m Höhe. Diesmal gibt es aber keine Zwischenplattform zum Ausruhen. Ich versuche mich auch hier wieder. Jetzt geht es schon bedeutend einfacher und lockerer, auch wenn es natürlich wieder nicht ganz ohne ist... Danach bleiben noch etwas am Baum sitzen und schauen den anderen Leuten zu und erzählen etwas mit ihnen.

Aller guten Dinge sind drei! Den letzten Baum, den Diamond Tree wollen wir jetzt auf jeden Fall auch noch mitnehmen. Dieser ist „nur” 45m hoch. Dafür ist aber der Aufstieg etwas unangenehmer, da es oben fast nur noch senkrecht hoch geht.

Wir beschließen, dass es für den heutigen Tag genug ist und fahren zum einem Camp im Shannon Nationalpark. Es ist wieder ein einfacher Waldcampingplatz. Es gibt aber immerhin eine holzbeheizte Dusche. Heute machen wir auch unser ganzes Essen auf dem Holzfeuer.

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Freitag, 03.02.2006

Der erste Stopp ist heute am Giant Tingle Tree geplant. Der Stamm des uralten Baums ist von mehreren Buschbränden völlig ausgehöhlt. Der Baum wächst aber immer noch weiter.

Danach geht es zum Tree Top Walk im Valley of the Giants. Hier gibt es einen 600m langen Rundweg über eine Brückenkonstruktion. Der Weg ist teilweise 40m über dem Boden und man läuft sozusagen in den Baumkronen. So kommt auch Kathleen mal ohne Probleme zu einer schönen Aussicht.

Anschließend machen wir noch den Rundweg am Boden, den „Ancient Empire Walk”. Die Bäume sind teilweise bis zu 400 Jahre alt.

Danach geht es weiter zu Parry’s Beach und zum Greens Pool beim Städtchen Denmark. Letzterer ist eine kleine Lagune und wir überlegen nicht lange ob wir ins Wasser gehen oder nicht. :-)

Eigentlich wollen wir wieder auf eine Rest Area, haben aber etwas Probleme was gescheites zu finden. Entweder gefallen sie uns ganz und gar nicht oder sind ziemlich überfüllt. Wir bleiben dann einfach irgendwo auf einem abgelegenen Strandparkplatz kurz vor Albany. Den haben wir wenigsten ganz für uns!

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