Tagebuch Australien (Eintrag 73 von 98)

Eyre-Halbinsel

Montag, 13.02.2006

Der Glaube, dass wir wieder in der Zivilisation sind, endet kurz hinter Penong. ;-) Es ist aber nicht mehr weit bis Ceduna. Hier geht es ganz kurz durch die Quarantänekontrolle. Es ist nicht mehr viel da, außer Konservendosen und es gibt nichts zu beanstanden. Aus dem selben Grund gehen wir in Ceduna erstmal wieder etwas einkaufen. Anschließend biegen wir in Richtung Süden zur Halbinsel Eyre ab.

Wir überlegen kurz, ob wir uns 50km Schotterpiste bis zu einem Naturreservat antun wollen. Es soll dort eine Kolonie Seelöwen geben. Da die Piste ganz gut aussieht, wagen wir es. Der Weg sollte sich lohnen. Wir kommen an einer Aussichtsplattform an, ca. 50m hoch in der Steilküste. Von hier hat man einen guten Blick auf den Strand und einige große Felsen im Meer. Wir zählen über 60 Seelöwen in allen Größen. Sehr beeindruckend!

Danach geht es weiter. Ein paar Kilometer entfernt und etwas abgelegen liegt eine kleine Siedlung namens Baird Bay. Der sogenannte Campingplatz ist ca. 30x30m, hat aber immerhin eine BBQ-Hütte und ein Toilettenhäuschen.

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Dienstag, 14.02.2006

Wir lassen uns Zeit und brechen irgendwann am Vormittag auf. Als Erstes halten wir an Murphy’s Haystacks, einer Gruppe aus „Inselbergs”. Es gibt wohl keinen englischen Begriff dafür. :-) Nach einem kurzen Rundgang fahren wir weiter nach Venus Bay. Hier wandern wir den knapp drei Kilometer langen Rundweg zur Spitze der Halbinsel. Laut Werbebroschüre soll man hier bis zu 40 Delfine auf einmal sehen können. Ganz soviele sind es zwar nicht, aber ein paar bekommen wir doch zu Gesicht.

Anschließend geht es nach Port Lincoln. So richtig viel Interessantes können wir aber nicht entdecken und so fahren wir weiter um unseren nächsten Nachtplatz anzusteuern. Port Gibbon besteht wieder aus ein paar Häusern am Meer, nur über Schotterpiste zu erreichen. Überraschenderweise ist es hier wieder ziemlich voll. Es sind etliche australische Camper da.

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Mittwoch, 15.02.2006

Am Morgen geht es wieder los in Richtung Port Augusta. Da wir wieder nur sehr spartanisch aber dafür preiswert bzw. kostenlos übernachtet haben, nehmen wir erstmal ein Dusche am Hafen von Whyalla. Da die Stadt im Schatten einer riesigen Stahlfabrik liegt, bleiben wir aber nicht allzu lang. Wir machen wieder Kilometer und kommen in Port Augusta an. Im „Wadlata Outback Centre” schauen wir uns erstmal das riesige Museum an. Es gibt wieder jede Menge an Informationen vom Leben der Aborigines, über die Geologie der Flinders Ranges, die Expeditionstouren der ersten Europäer, den Bau der Eisenbahnlinie von Port Augusta nach Kalgoorlie bis zu einer riesigen Ausstellung über die heutige Bergbauindustrie. Das Ganze ist wieder sehr interessant und interaktiv gestaltet. Wir sind wieder über drei Stunden am Lesen und Anschauen.

Gegen Abend brechen wir dann in Richtung Norden auf. Wir haben uns überlegt, nun doch noch nach Coober Pedy zu fahren. Mal sehen, ob sich der kleine Umweg lohnt...

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