Flinders Ranges
Wandertag! Wir haben uns heute einiges vorgenommen. Wir wollen den großen Rundweg über den St. Mary Peak laufen. Wir stehen früh auf und starten kurz nach sieben bei Sonnenaufgang. Die ersten Kilometer sind sehr angenehm. Links und rechts vom Weg beäugt uns immer mal wieder ein Känguru. Dann kommt der Aufstieg zum größten Berg des Wilpena Pound-Kessels, dem St. Mary Peak. Der Weg ist nicht ganz einfach, aber lohnenswert. Von oben hat man einen tollen Blick über den Flinders Ranges Nationalpark. Wir steigen auf der Innenseite des großen Talkessels wieder hinab und laufen in einem weiten Bogen zurück. Wir können uns dann auch noch aufraffen, einen weiteren kleinen Hügel zum Wangarra Lookout zu bezwingen. Kurz vor fünf sind wir dann wieder zurück am Campingplatz. Insgesamt war es heute eine satte 23-Kilometer-Wanderung. Das wäre soweit ja noch ganz ok gewesen, hätten wir unterwegs nicht noch über 800 Höhenmeter mit einigen Klettereinlagen gehabt... Wenigstens waren die Temperaturen mit ca. 30°C noch halbwegs angenehm. Wir sind abends auf jeden Fall ziemlich alle. Alles in allem war es eine richtig schöne Wanderung, nur hätte sie 5km kürzer sein können... ;-)
Nach der Tour gestern lassen wir es heute etwas langsamer angehen. Wir lassen uns früh schön viel Zeit und fahren dann ein paar Kilometer nach Norden zur Bunyeroo Gorge. Der Weg zur Schlucht ist wieder Schotterpiste und teilweise ziemlich schlecht.
Obwohl es heute etwas wärmer ist und uns die Wanderung von gestern noch ganz schön in den Knochen steckt, laufen wir trotzdem los. Wir hoffen eines der seltenen Yellow-footed Rock-wallabies (Gelbfuß-Felsenkänguru) zu sehen. Nach einigen Kilometern haben wir dann sogar Glück und es schreckt am Wegrand eins hoch. Sonst hat man fast keine Chance, die gut getarnten Tierchen zu entdecken.
Wir laufen im ausgetrockneten Flussbett ca. drei Kilometer, bevor wir dann wieder umkehren. Anschließend fahren wir ein paar Ecken weiter zu einem der Buschcampingplätze. Hier sind wir ganz alleine und haben jede Menge Platz.
Am Morgen ist der Himmel ziemlich wolkenverhangen. Wir brechen auf um ein paar Kilometer weiter nördlich noch eine kleine Wanderung zu machen. Als wir loslaufen, fängt es an zu regnen. Wir überlegen was wir machen und setzen uns erst nochmal kurz ins Auto. Leider wird es immer dunkler und es fängt noch an zu gewittern. Wir blasen die ganze Aktion ab und fahren nach Parachilna. Der Weg dahin führt durch die Brachina Gorge. Die sogenannte Straße, eher ein Geröllweg, geht immer wieder durch das ausgetrocknete Flussbett. Wir kommen nur mit Schrittgeschwindigkeit vorwärts. Das Tal ist aber auf jeden Fall sehenswert: Links und rechts die steilen Felswände aus rotem Stein und dazwischen das Flussbett mit riesigen Red Gum-Eukalyptusbäumen. Leider wird das Wetter immer schlechter und der Regen wird stärker.
In Parachilna (Einwohnerzahl: 5) wollen wir ins Prairie-Hotel. Wir bleiben auf dem Campingplatz und warten auf besseres Wetter. Wie es scheint, regnet es sich langsam ein...
Am Abend leisten wir uns mal was: Wir gehen im Prairie-Hotel schick essen. Das Motto hier ist „We came, we saw, we ate it”. :-) Es gibt Känguru-Filet, Emu-Hacksteak und Kamel-Bratwurst. Sehr lecker!


