Tagebuch Australien (Eintrag 78 von 98)

Limestone Coast

Donnerstag, 02.03.2006

Für jede Mücke, die wir nachts erledigt hatten, kamen trotz Gaze am Fenster mindestens zwei neue. Kathleen hat bestimmt fünf Stiche allein auf der Stirn. Aber es gibt Schlimmeres. ;-)

Nach dem Frühstück geht es nach Victor Harbor. Dort laufen wir über den großen Steg nach Ganite Island. Wir umrunden die kleine Insel einmal, sehen aber leider keine Pinguine. Die sind alle beim Fischen und kommen erst abends wieder. So lange wollen wir aber nicht bleiben, denn wir haben noch ein paar Kilometer vor uns. Es folgt eine recht unspektakuläre Fahrt bis Kingston S.E. (Irgendwie haben wir noch nicht rausbekommen, wofür das S.E. steht. Ist aber auch egal...)[1] Dort müssen wir bei „Larry, the Big Lobster” anhalten und erstmal ein leckeres Lobster-Sandwich verspeisen. :-)

Etwas weiter südlich, in Robe, gehen wir zum Strand und kühlen uns im ziemlich kalten Wasser wieder von einem Tag mit viel Sonne und einem sehr warmen Auto ab. (Nein, wir beschweren uns nicht, dass es zu kalt ist, obwohl, es wirklich eisig war...!) Danach schlagen wir unser Lager im nahegelegenen Little Dip Conservation Park auf.

 

[1] Nachtrag: S.E. heißt ganz schnöde „South East” :-/

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Freitag, 03.03.2006

Wir kommen ziemlich zeitig los und beschließen einen kleinen Abstecher nach Beachport zu machen. Wir kommen am Siloam Lake vorbei, einem Salzbadesee. Die Salzkonzentration ist ca. 7x höher als im Ozean. Wir testen das natürlich gleich mal an und lassen uns an der Oberfläche treiben. Großartig anders kann es im Toten Meer auch nicht sein.

Danach geht es nach Mt. Gambier, wo wir uns in der Umweltschutzbehörde die Genehmigung zum Schnorcheln in den Piccaninnie Ponds holen. Das sind Süßwasserseen mit sehr klarem Wasser. Wir haben Glück und bekommen noch einen „Termin” heute zwischen 17 und 18 Uhr. Für das Wochenende ist schon alles ausgebucht. Die Bestimmungen sind ziemlich streng. Die gute Frau im Office gibt uns noch eine Straßenkartenkopie, aber auf die Frage, ob der Weg asphaltiert oder eine Schotterpiste ist, kommt nur Schulterzucken. Wahrscheinlich war sie selber noch nie dort. ;-)

Da es schon um zwei ist, beeilen wir uns um nach Port MacDonnell zu kommen. Dort kann man sich Tauchanzüge ausleihen, da das Wasser in den Ponds nur um die 14°C ist. Leider hat der Tauchladen geschlossen und wir kommen nur durch den Imbissladen nebendran rein. Der Besitzer ist auf einer Beerdigung und wir sollen uns nehmen, was wir brauchen... Na gut, warum nicht! Ausgerüstet mit zweiteiligen Wetsuits und Kopfhauben ziehen wir los. Es ist noch genügend Zeit und wir nutzen die Gelegenheit um auch in die Ewan Ponds zu gehen. Das Wasser ist wirklich saukalt, aber glasklar. Wir schnorcheln durch drei Seen, die miteinander über flache Kanäle verbunden sind. Unter Wasser sehen wir riesige Felder gelber Blüten. Sehr beeindruckend! Danach fahren wir zu den Piccaninnie Ponds. Hier ist das Wasser tiefer. Wir schwimmen über einen tiefen Trichter und eine ca. 40m tiefe Spalte. Es ist wirklich atemberaubend!

Nachdem wir die Ausrüstung kurz nach Ladenschluss noch abgeben konnten, fahren wir zurück nach Mt. Gambier auf einen Campingplatz.

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