Tagebuch Australien (Eintrag 81 von 98)

Great Ocean Road

Freitag, 10.03.2006

Den Vormittag verbringen wir am Tower Hill, einem Vulkankrater mit See und einer Insel mitten drin. Da wir heute nicht wandern wollen, machen wir nur einen kleinen Spaziergang. Wir sehen aber trotzdem wieder jede Menge Tiere: Koalas, Emus, Lizards, bunte Vögel und wieder viel Krabbelgetier.

Nachdem wir uns in Warrnambool nochmal mit Lebensmitteln eingedeckt haben, geht es wieder los. Wir kommen noch am Fabrikverkauf einer großen Käserei vorbei. Wir schauen mal rein und kosten einige Sorten. Obwohl ein paar sehr interessante Geschmackskombinationen dabei sind, kann uns der australische Käse immer noch nicht überzeugen. Nur am Schokokäse kommen wir nicht vorbei. (eine Mischung aus Mousse au Chocolat und Weichkäse - sehr lecker :-)

Anschließend biegen wir dann auf die Great Ocean Road. Wir halten alle paar 100 Meter an den verschiedenen Lookouts. Wir schauen zur Bay of Islands, Martyr Bay, Halladale Point, The Grotto, London Bridge, The Arch, Loch Ard Gorge und kommen schließlich zu den 12 Aposteln. Wir verbringen über zwei Stunden hier, da wir den Sonnenuntergang sehen wollen. Es ist ein sehr eigenartiges Gefühl hier zu sein, da die 12 Apostel ziemlich weit hinten auf unserer „Must see”-Liste standen...

Es ist ziemlich kalt und wir kochen auf dem kleinen Campingplatz bei Princetown noch schnell was und gönnen uns noch ne heiße Dusche.

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Sonnabend, 11.03.2006

Am Morgen geht es wieder zeitig los, da wir nochmal zu den 12 Aposteln wollen. Mit Sonnenaufgang wird es allerdings leider nicht viel, da es bedeckt ist. Die Kulisse ist aber trotzdem wieder sehr eindrucksvoll. Wir finden erst nach etlichen Kilometern in Apollo Bay ein gescheites Fleckchen, wo wir endlich frühstücken können. Es wird auch Zeit, denn wir haben Hunger! ;-)

Nach Apollo Bay beginnt dann der sehr kurvige Teil der Great Ocean Road. Die Straße schlängelt sich für ca. 40km an der Steilküste entlang. Wir schauen an den Sheaok Falls vorbei, die allerdings ausgetrocknet sind. In Lorne biegen wir nochmal zu einem Wasserfall ab, den Erskine Falls. Wir haben aber keine so richtige Lust bis ins Tal zu laufen und schauen uns das Ganze nur mal von oben an. Dann geht es über Anglesea bis nach Torquay. Das ist in Victoria sowas wie ein Surf-Mekka. Wir haben uns überlegt, dass man nicht ein knappes Jahr in Down Under sein kann, ohne mal auf einem Surfboard gestanden zu sein. Leider ist in Torquay für morgen nichts mehr frei. In Anglesea gibt es aber noch einen Platz. Das reicht auch, da nur ich mal probieren will. (Die Boarder-Fraktion schwächelt wieder... ;-)

Wir fahren die paar Kilometer zurück nach Anglesea und suchen uns ein nettes Fleckchen zum Übernachten.

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Sonntag, 12.03.2006

Früh um zehn geht es los mit dem Surfkurs. Es sind ca. 12 Leute + Lehrer. Nach einigen Grundlagen geht es ins Wasser. Eigentlich liegen alle mehr im Wasser, als dass gesurft wird, aber nach ein paar Versuchen bekommt man den Dreh schon etwas raus. Das Ganze ist nach zwei Stunden leider schon wieder vorbei. Auf jeden Fall war es ein Riesenspaß, wenn auch die Ergebnisse natürlich noch sehr ausbaufähig sind. ;-)

Wir beschließen, dass sich Surfer und Kamerafrau erstmal eine Ladung Fish&Chips verdient haben. Nachdem wir lecker und äußerst ungesund gegessen haben, fahren wir weiter nach Geelong, wo wir uns die Art Gallery ansehen. Mittlerweile ist es wieder unheimlich heiß, ganz anders wie an den letzten Tagen.

Am Nachmittag geht es dann weiter nach Williamstown, einem Stadtteil von Melbourne. Wir können uns wegen der Hitze zu nicht mehr viel aufraffen. Das Gewitter am Horizont kommt auch langsam näher...

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