Nochmal Melbourne & Phillip Island
Nach knapp vier Stunden Flug landen wir in Melbourne. Das Wetter ist ziemlich durchwachsen und es ist ziemlich kalt. Wir schleifen unsere Rucksäcke zum Bus. Nach zweimal Umsteigen sind wir dann wieder am Campingplatz, wo der Townace auf uns wartet.
Wir hatten vorgebucht und stellen fest, dass das Auto sogar schon in einer Campingbucht steht. Anscheinend ist es ohne Probleme angesprungen. Das Einzige, was dem mächtigen Townace nach sieben Wochen fehlt, ist etwas Luft auf einem Vorderreifen. Die Batterie ist taufrisch und anlassen ist kein Problem. Wir sind echt begeistert. Später erfahren wir, dass hier aber etwas nachgeholfen wurde. Der Campingwart hat vorsorglich den Motor jede Woche mal für eine Viertelstunde laufen lassen. Wenn das kein Service ist...
Es ist schon ein ziemlich komisches Gefühl, als wir das Auto wieder einräumen. Wir fühlen uns schon etwas wie „nach Hause kommen”... Ansonsten passiert heute aber nicht mehr viel. Wir kaufen noch bißl was ein, kochen Abendessen und verschwinden ziemlich zeitig im Bett.
Nach dem straffen Programm in Neuseeland wollen wir es heute erstmal etwas langsamer angehen. Wir sitzen bis um elf am Frühstückstisch und brechen danach auf um ein paar längst fällige neue Reifen für den Townace zu organisieren. Da wir nicht mehr so viel fahren, entscheiden wir uns für ein paar runderneuerte Reifen. Zu Hause würden wir uns allerdings überlegen, ob wir mit solchen Schinken draußen rumfahren. Aber besser als die Slicks vorher sind sie allemal.
Der Rest des Tages ist wieder ziemlich schnell rum, da es abends um sechs finster und auch ziemlich kalt ist.
Am Morgen brechen wir wieder einmal von Melbourne auf. Diesmal ist es aber wahrscheinlich für etwas länger. Es geht in Richtung Süden auf eine kleine Insel namens Phillip Island. Wir kommen am frühen Nachmittag an und fahren an die westlichste Spitze zu einer Gesteinsformation namens The Nobbies. Hier gibt es wieder eine große Seelöwenkolonie und die ersten Pinguine zu sehen. Auf Phillip Island lebt die kleinste Pinguinart, die Blue Penguins oder auch Fairy Penguins. Die kleinen Kerle sind ziemlich putzig.
Wir machen noch einen Strandspaziergang am Shelley Beach. Die ziemlich touristische Penguin Parade, wo man für teuer Geld viele Pinguine beobachten kann, wie sie von ihrem Tagesfischzug zurückkommen, sparen wir uns. Wir drehen noch eine Runde durch Cowes, dem größten Ort der Insel und kochen uns dann auf dem Campingplatz was zu Essen.


