Wieder in New South Wales
Am Morgen schauen wir in Lakes Entrance in der Bäckerei vorbei und holen uns ein paar leckere Pies, bevor es wieder nach New South Wales geht. Die Fahrt ist aber wieder eher unspektakulär und wir kommen am frühen Nachmittag in Eden an. Hier genießen wir auf dem Campingplatz die Sonnenstrahlen bei Kuchen und Tee. Danach kümmern wir uns noch etwas um die Tagebücher und unsere Wäsche. Die Nacht ist wieder ziemlich kalt, aber im Schlafsack lässt es sich doch ganz gut aushalten.
Heute wollen wir ins Walmuseum in Eden. Zuvor fahren wir aber noch ein paar Kilometer zurück nach Süden und schauen uns den Boyd Tower an. Der Turm wurde irgendwann mal als Leuchtturm geplant, kam aber nie zum Einsatz. Von hier hat man einen schönen Blick auf die roten Gesteinsformationen der Küste im Ben Boyd Nationalpark.
Das Walmuseum ist kleiner als erwartet. Hauptattraktion ist das Skelett von Old Tom, einem Orca. Makabererweise hat dieser Killerwal vor ca. 80 Jahren mitgeholfen Buckelwale zu fangen, in dem er sie in die Bucht von Eden getrieben hat. Als Belohnung hat er dann die Zunge und die Lippen der Beute bekommen.
Am Nachmittag brechen wir dann in Richtung Inland auf. Zuvor gibt es aber noch eine kleine Kostprobe an Austern: Natur, Spinat-Knoblauch-Parmesan und Tomate-Schinken-Parmesan. Ziemlich lecker das Ganze. :-)
Am Abend kommen wir dann in Cooma an. Unterwegs läuft uns noch ein Leierschwanz über den Weg. Diese Vogelart ist ziemlich selten und kann etliche Geräusche nachmachen, wie Kettensägen- oder Motorengeräusche...
Da es schon ziemlich spät und außerdem kalt und regnerisch ist, suchen wir uns in Cooma ein Hostel.
Von Cooma geht es weiter in Richtung Mt. Kosciuszko Nationalpark. Da das Wetter aber heute wieder nicht viel hermacht, bleiben wir in Jindabyne. Auf dem größten Berg Australiens, dem Mt. Kosciuszko, hat es heute geschneit und die Touri-Info empfiehlt allen Ernstes Schneeschuhe mitzunehmen. (Also keine Ski, sondern diese tennisschlägerartigen Teile zum an die Füße schnallen). Wir wissen nicht so richtig, was wir davon halten sollen und entscheiden uns lieber das Ganze morgen erstmal selber anzuschauen. ;-)
Am Morgen ist der Himmel wolkenlos, perfektes Wetter für den Mt. Kosciuszko. Irgendwo haben wir den Ausdruck „Das Dach Australiens” gelesen. Mit 2228m ist da dann aber wohl eher ein Flachdach gemeint. ;-) Wir fahren in den Nationalpark hinein bis zu einem kleinen Kaff namens Thredbo. Ständen nicht überall Eukalyptusbäume rum, könnte man meinen, man ist irgendwo in den Alpen. Der Ort ist ein typisches Skidorf inklusive der Namen der Motels, wie z.B. Sonnenhof...
Mit einem Sessellift fahren wir dann bis zur Bergstation. Und hier liegt sogar schon richtig Schnee! Für die Skisaison ist es zwar noch etwas wenig, aber auf jeden Fall mehr als wir je in Australien im Spätherbst vermutet hätten. Der Aufstieg zum Mt. Kosciuszko ist sehr einfach, da man fast den ganzen Weg auf einem eisernen Steg läuft. (Mit den Schneeschuhen hätten wir uns wahrscheinlich völlig zum Ei gemacht... :-) Nach 5½ Kilometern und gerade mal 300 Höhenmetern sind wir dann auf dem höchsten Punkt des Kontinents angekommen. Hier weht ein ziemlich eisiger Wind.
Nachdem wir wieder am Auto sind, fahren wir noch zum Charlotte Pass. Hier gibt es viele Snowgums zu sehen, eine alpine Eukalyptusart. Wir parken den mächtigen Townace in einem kleinen Schneehaufen. Das hat das Auto wahrscheinlich auch noch nicht zu oft erlebt... ;-)


