Sulawesi
In Makassar haben wir einen kurzen Aufenthalt, bevor es weiter nach Manado im Norden der Insel Sulawesi geht. Wir warten auch nicht lange auf Sofian und somit ist unsere Reisegruppe jetzt komplett. In Manado gelandet, werden wir mit zwei Autos zuerst zum Hafen gebracht, wo es dann gleich auf das Boot des Living Colour Resorts geht.
Neben uns sind noch ein paar Passagiere aus einem Dorf auf Bunaken sowie der Wochenvorrat an Lebensmitteln für das Resort an Bord. Die Überfahrt nach Pulau Bunaken dauert eine knappe Stunde. Wir landen direkt im Resort, wo wir gleich von Mia, der finnischen Betreiberin, in Empfang genommen werden. Es ist nicht viel los hier im Moment, es sind von den zehn Bungalows nur zwei weitere belegt, allerdings auch nur bis zum nächsten Tag. Den restlichen Nachmittag faulenzen wir einfach...
Frühstück und ab auf das Boot! Allerdings lassen wir es langsam angehen, da Sofian seinen ersten echten Tauchgang vor sich hat. Es klappt aber alles ziemlich gut. Die Korallen sind schon etwas größer hier. An Fischen und allem möglichen anderen Getier mangelt es auch nicht. ;-) Nach dem zweiten Tauchgang fahren wir erstmal zurück zum Mittagessen. Auch das ist wieder sehr lecker! Am Nachmittag geht es dann nochmal ins Wasser. Diesmal sind wir an einer Steilwand mit einer absolut genialen Sicht.
Der Abend ist mit einem weiteren leckeren Essen und einem Bierchen dann auch wieder recht fix rum.
Mittlerweile haben wir das ganze Living Colours für uns alleine. Allerdings hat sich das schöne Wetter auch aus dem Staub gemacht. Als wir mit dem Boot zum Tauchplatz gebracht werden, gibt es erstmal einen Wolkenbruch. Da wir aber sowieso nass werden, stört uns der Regen auch nicht. Obwohl das Licht etwas fehlt, ist der Tauchgang wieder klasse mit guter Sicht.
Danach versucht die Crew irgendwo einen Fleck zu finden, wo wir unsere Oberflächenpause mit möglichst wenig Seegang machen können. Das will aber nicht so richtig klappen, das Boot schaukelt ordentlich auf den Wellen. Nach einer Weile fahren wir zur Nachbarinsel Siladen. Hier gibt es sehr eigenwillige Strömungen. Man wird heftig am Riff entlanggezogen und dann wechselt völlig schlagartig die Richtung. Sehr interessant, aber ist doch ziemlich anstrengend!
Den Nachmittag verbringen wir dann wieder ruhig und entspannt mit Lesen, Faulenzen und Karten schreiben.
Heute sollen wir ein paar größere Fische zu sehen bekommen. Das klappt auch: ein Napoleonsfisch und ein kleiner Riffhai kreuzen unseren Weg an der Nordküste von Bunaken. Danach geht es nochmal an die Südost-Ecke, wo es dann jede Menge Korallen und unzählige kleine Fische zu sehen gibt. Wir schauen auch bei der lokalen Attraktion vorbei, einer riesigen Meeresschildkröte, die gerade im Riff schläft.
Der Nachmittag geht wieder mit Faulenzen drauf, bevor es dann wieder ein leckeres Abendessen gibt. Leider ist es schon das letzte im Living Colours, denn morgen früh geht es zurück nach Manado.
Es heißt schon wieder Abschied nehmen. Wir packen unsere sieben Sachen und werden mit dem Boot nach Manado gefahren. Hier treffen wir noch kurz Sofians Cousin. Die beiden organisieren schnell unser nächstes Privattaxi. Nachdem wir dann noch einen kleinen Abstecher ins Zentrum von Manado gemacht haben, um die Rechnung von Bunaken zu begleichen, geht es dann ins Inland von Nord-Sulawesi. Wir stoppen an einem See namens Tondano. Hier kehren wir in ein Restaurant ein, in dem es wieder (vorsätzlich unmittelbar vorher) verschiedenen Fisch gibt. Wir kosten uns einmal quer durch die Speisekarte - Lecker, lecker!
Anschließend ziehen wir weiter in Richtung Ostküste der Insel. Wir wollen zum „Tangkoko Batungas Dua Sandara Nature Reserve”. Hier soll es den Tarsius (Kolboldmaki) zu sehen geben, ein kleines nachtaktives Äffchen mit riesigen Kulleraugen. Allerdings haben wir die Entfernung wieder mal etwas unterschätzt. Als wir ankommen ist es schon recht finster. Unser Fahrer hat auch ziemlich zu kämpfen, da er alle Scheiben, also auch die Frontscheibe, mit Sonnenschutzfolie beklebt hat. Das ist genauso effektiv, wie nachts mit Sonnenbrille zu fahren... :-)
Im Nationalpark sagt man uns, dass wir leider ganz knapp zu spät dran sind. Die Tierchen haben sich schon aus ihrem Lieblingsschlafbaum in den Dschungel verkrümelt. Keine Chance, hier noch was zu sehen. Schade, aber was soll’s. So geht es wieder zurück, wo wir in ein recht schickes, aber eigenartigerweise vollkommen leeres Hotel am Vulkan Gunung Lokon einchecken.
Am Morgen machen wir noch einige Fotos vom Lokon, bevor uns der gleiche Fahrer wie gestern zurück nach Manado zum Flughafen bringt. Heute hat er es leichter, denn es ist hell und er sieht was. :-)
Mittags startet dann unser Flieger nach Makassar, wo wir nochmal umsteigen nach Denpasar.


