Im Nordosten
Heute haben wir uns ausnahmsweise mal nicht viel vorgenommen. Nach der Wanderung wollen wir erstmal unsere sieben Sachen waschen und die Tagebücher wieder auf Vordermann bringen. Da das Wetter am Morgen aber dann doch recht vielversprechend aussieht, fahren wir nach dem Frühstück mal raus zu den Huka Falls und den Craters of the Moon. Die Huka Falls sind eher eine Art schmaler Kanal als Wasserfall, allerdings mit Unmengen von Wasser. Die Craters of the Moon sind eine Ansammlung von heißen Quellen, wieder mit dem typischen Faule-Eier-Geruch. :-) Anders als im Tongariro Nationalpark ist hier aber alles von Pflanzen oder zumindest einer dicken Moosschicht umgeben.
Den Nachmittag tümpeln wir dann etwas im Hostel rum. Trotzdem vergeht der Tag recht fix. ;-)
Es gießt in Strömen. Wir wollen heute in Richtung Napier aufbrechen und dann die Ostküste entlangfahren. Nach ein paar Kilometern wird das Wetter zum Glück besser. Erst hört es auf zu regnen, dann kommt sogar ab und zu die Sonne durch.
Napier ist ein ziemlich schickes Städtchen. 1931 durch ein Erdbeben völlig zerstört, wurde der Stadtkern im Art Deko-Stil wieder aufgebaut. Wir spazieren eine ganze Weile durch die Innenstadt mit den farbenfrohen Häusern.
Am Nachmittag fahren wir dann noch bis Wairoa, wo wir uns auf dem Campingplatz einquartieren.
Wir sind auf dem Weg zum Ostkap, dem östlichsten Punkt Neuseelands. Das Kap hat einen Längengrad von 178° 32’ 30” E. Bis zur Datumsgrenze ist es also nur noch einen Steinwurf entfernt. (Naja, wenn man weit werfen kann... ;-)
Bevor wir dort aber ankommen, geht es auf einer ziemlich hügeligen und kurvigen Strecke an der Küste entlang. Unterwegs machen wir Halt in Moere, wo wir uns erstmal ein Stündchen in einem Thermalpool mitten im Wald aalen.
Nach dem kurzen Abstecher zum Ostkap suchen wir uns noch ein Hostel. Wir landen schließlich in Whanarua Bay in einem schicken Haus. Die Werbung „absolute Beachfront” stimmt wirklich. Das Hostel ist ca. 10m vom Wasser entfernt. Wir sind die einzigen Gäste und haben das ganze Hostel für uns. Abends kommt Pihi, der Besitzer, noch auf ein kurzes Schwätzchen vorbei.


