Rückblick

El Hierro ist die dritte der Kanaren-Inseln, zu der ich hier etwas schreiben kann. Der Ruf, völlig untouristisch zu sein, ist absolut zu bestätigen. Auf der kleinsten Insel gehen die Uhren viel, sehr viel langsamer - Entschleunigung pur. Im Vergleich zu Teneriffa und selbst zu La Palma ist hier absolut nichts los. Auf der einen Seite ist das absolut nicht nachvollziehbar, denn die Insel ist wunderschön. Auf der anderen Seite ist es vielleicht auch gut so und der Grund, warum es so schön und entspannt ist.

Die Landschaft ist super. Wir fühlten uns einige Male an La Réunion oder Madeira erinnert. Es gibt sehr viele unterschiedliche Ecken, von schroffen Lavaklippen, hunderte Meter tiefe Steilhänge, über dichte Urwälder, Vulkanwüsten und nicht zuletzt bizarre Landschaften, wie um El Sabinar.

Die Leute waren auf jeden Fall extrem freundlich, besonders wenn sie dann Constantin entdeckten. :-)

Kulinarisch gibt es das typisch kanarische Programm, Tapas, Runzelkartoffeln, auch wenn wir uns das Mojo Rojo und Mojo Verde wegen der sicheren Knoblauchfahne nur in geringen Mengen gegeben haben. Die Insel ist nicht allzu groß und die Anzahl der Restaurants begrenzt. Hinzu kommt, dass wir mit Constantin auch nicht unbedingt im südeuropäischen Lebensrhythmus unterwegs waren. Viele der Restaurants sind erst in so späten Abendstunden offen, in denen Constantin schon längst tief und fest schlief. So sind wir recht oft in kleinen Bars unterwegs gewesen, was meistens auch ok war.

 

Teneriffa konnte ebenfalls wieder punkten. Auch wenn es hier vielleicht einige zubetonierte Ecken gibt, die man nicht unbedingt braucht, waren wir im eher untouristischen Osten der Insel unterwegs. Und auch hier gibt es einige lohnenswerte Ziele. Vor allem die Pyramiden von Güímar waren sehr interessant.

 

Das Reisen mit Constantin war wieder recht entspannt. Wandern im Tragegurt fand er super. Er hatte immer viel zu schauen und war meistens recht schnell so knülle, dass er mindestens immer die Hälfte verpennt hat. Das einzige, was Constantin überhaupt nicht vertragen hat, waren die leckeren frisch gepressten Orangensäfte, die wir die ersten zwei Tage getrunken haben. Auch wenn Consti sie nicht selbst getrunken hat, sondern nur in Milchform bekam, so richtig bekommen sind sie ihm nicht. So hat Jana diese schnell abgesetzt und ich wollte ihr der Fairness halber auch nichts vortrinken.