Tagebuch (Eintrag 3 von 3)

Teneriffas Osten

Montag, 23.04.2018

Abreise von El Hierro - nicht ohne einen letzten Cortado in der La Taguarita-Bar. ;-) Wir abschieden uns von unserer Vermieterin, fahren zum Flughafen und ich versuche, das Auto abzugeben. Die Leute sind hier dermaßen entspannt, dass noch nicht mal jemand den Mietwagen ansehen möchte. Wird schon passen. Constantin hat derweil Spaß im Bällebad.

Mit dem Inselhüpfer geht es wieder zurück zum Flughafen Tenerife del Norte. Wir haben schnell unser Gepäck und suchen den Bus in Richtung Innenstadt. Wir wollen mit Rucksack, einem neuen Koffer, in dem vor allem Zeug für Consti ist und selbigem im Tragegurt nicht allzu weit durch die Stadt traben und gehen in ein Restaurant unweit des Zentralbusbahnhofs. Es gibt zwar schon wieder Pizza, aber sie ist recht lecker. Dann nehmen wir den Bus 111 in Richtung Süden und fahren nach San Isidro, wo wir eine Ferienwohnung reserviert haben. Das klappt alles ganz gut, mal abgesehen von ein paar Minuten Verspätung in der Rush Hour der Inselhauptstadt.

In San Isidro angekommen, laufen wir den knappen Kilometer zur Ferienwohnung. Jetzt brechen wir zu einer kleinen Runde im Ort auf. San Isidro ist nicht ausgesprochen schön, allerdings auch nicht wirklich hässlich, dafür aber absolut untouristisch. Mehr Teneriffa geht glaube gar nicht. Jetzt gibt es erstmal Eis! Das haben wir El Hierro tatsächlich vermisst, es gibt offenbar auf der ganzen Insel keine brauchbare Eisdiele! So geht es kulinarisch dann gleich weiter, an dem Tortenladen mit Tres Chocolates-Tart komme ich auch nicht vorbei. Am Abend essen wir noch eine Kleinigkeit in einer Bar an der Hauptstraße - preiswert und gut.

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Dienstag, 24.04.2018

Constantin bekommt seinen Brei, wir frühstücken etwas später in einer Panaderia an der Hauptstraße. Anschließend nehmen wir den Bus 111 nach Norden bis Güímar und den 120er in Richtung Zentrum. Zu Fuß geht es weiter zu den Pyramiden von Güímar. Thor Heierdahl hat auf Teneriffa seine letzten Jahre verbracht und die Pyramiden untersucht. Das ist auch der Grund, warum neben den Pyramiden das Thor-Heierdahl-Zentrum steht und sein Lebenswerk würdigt. Es ist sehr interessant mal Informationen von allen bekannten Pyramiden der Welt auf einem Haufen zu haben und kann Heierdahls Idee durchaus nachvollziehen, dass es einen Informationsaustausch zwischen den Völkern lange vor den Wikingern und Kolumbus gegeben haben muss. Das, aber auch die hiesigen Pyramiden selbst, sind auf jeden Fall den Ausflug wert. Am frühen Nachmittag suchen wir uns was zu essen. Auf Grund der Siesta-Zeiten ist das gar nicht so einfach. Wir landen bei einem Asiaten, sind aber von Essen nicht wirklich angetan.

Nach einem Eis und einem gebunkerten Vorrat an Kekskalorien aus der Bäckerei beschließen wir, noch ein paar Kilometer zu laufen. Genauer, es geht von Güímar nach Puertito de Güímar. Der Weg durch den Ort ist noch ganz schön, der Rest eher nicht so sehenswert, da wir eigentlich nur zwischen schnell zusammengezimmerten Hohlblocksteinmauern der endlosen Bananenplantagen durchlaufen.

In Puertito de Güímar angekommen trinken wir noch einen Cortado in einer Bar. Dann fahren wir mit dem Bus zurück zur Autobahn TF-1 und steigen dort um nach San Isidro. Anstelle eines Abendessens gibt es heute nur noch einen leckeren Milchshake.

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Mittwoch, 25.04.2018

Am Morgen überlegen wir, wo es denn heute hingehen soll. Auf eine komplizierte Busanreise haben wir keine Lust. Hoch in die Berge ist das Risiko hoch, irgendwann in den Wolken zu enden. Und so richtig Lust auf Höhenmeter haben wir auch nicht. So entscheiden wir uns für eine Küstenwanderung, die recht spannend klingt. Startpunkt ist in Puertito de Güímar.

Die Arepas (Maispuffer) in einer der Panaderias sind ganz lecker und gut gestärkt nehmen wir den Bus nach Norden. Diesmal laufen wir die paar Meter von der TF-1 zum Ort. Nach einem Start-Kaffee auf, am Meer entlang durch Lavafelsen, mit Blick auf Santa Cruz.

Wir kommen in den nächsten Ort namens Soccoro, wo Constantin in einer Bar seinen Mittagsbrei bekommt und wir uns was zu trinken holen. Danach geht es in einem Bogen zurück in Richtung Süden. Jetzt wird es hügelig, denn wir laufen an zwei Vulkankegeln entlang. Der Untergrund ist weich und so ist das alles ziemlich anstrengend. Der Blick und die Landschaft sind allerdings super. Es gibt überall riesige Kakteenfelder mit Leuchterkakteen.

Zurück in Puertido de Güímar wollen wir in einer Tapas-Bar nochmal richtig zuschlagen, Pimientos de padron, Papas arrugadas, Spinatkroketten, Tomaten und alles sehr lecker. Constantin futtert das Brot.

Wir laufen zurück zum Bus und kommen damit auf 13km Wanderstrecke. Wir fahren zurück nach San Isidro und holen im Supermarkt etwas Verpflegung für den Flug morgen. Am Abend schauen wir, ob wir in der Nähe noch ein Restaurant finden. Im ersten gibt es eigentlich nur Fleisch bzw. ist mittwochs allen Ernstes Eisbein-Tag, das zweite macht uns zu spät auf und so landen wir wieder einmal in einer Pizzeria.

Nachdem Consti im Bett ist, packen wir und stellen fest, das wir ein Problem mit unserem Gepäck haben. Wir konnten zwar 3x Gepäck im Inselhüpfer mitnehmen, aber morgen sind nur 2 Stücke erlaubt. So müssen wir wohl improvisieren.

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Donnerstag, 26.04.2018

4:45 Uhr steht unser bestelltes Taxi vor der Tür und bringt uns zum Flughafen, der nur ein paar wenige Kilometer entfernt ist. Das Tricksen mit dem Gepäck klappt, Constantins Koffer und mein großer Rucksack sind aufgegeben und Janas Rucksack wird einfach als Handgepäck durchgequetscht. Auch sonst läuft alles recht geschmeidig und auch der Flug ist nicht so nervig, wie erwartet.

Von Schönefeld geht es mit der S-Bahn weiter zum Südkreuz und dort verbringen die Wartezeit in einem Café. Dann fahren wir mit dem Zug nach Dresden. So sind wir gegen Abend wieder zu Hause und Constantin schläft zur Abwechslung mal wieder im eigenen Bettchen (am Anfang zumindest ;-).

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