Tagebuch (Eintrag 1 von 3)

Manchester

Sonnabend, 06.07.2019

Obwohl der Abflug mit 10:25 Uhr recht günstig ist, heißt es trotzdem kurz vor sechs in Dresden in den Zug zu steigen. Die Fahrt zum zum Berliner Südkreuz und weiter nach Schönefeld verlaufen entspannt, genauso das Einchecken. Es folgt ein wirres Trepp-auf-Trepp-ab durch das Schönefelder Flughafenprovisorium. Constantin ist die ganze Zeit schon aufgeregt, was ihn natürlich müde macht. So hält er nicht bis zum Start durch und verschläft den Flug komplett.

Beim Landeanflug regnet es noch, als wir aussteigen hat es sich schon beruhigt. Wir suchen unseren Weg zum Bahnhof und lösen ein Ticket bis Oxford Rd. Da unsere Unterkunft erst ab 3 Uhr bezugsbereit ist, haben wir noch viel Zeit um was zu essen zu suchen. Wir landen in einer Burrito-Bar, in der es allen ganz gut schmeckt. Mit dem Bus fahren wir ein paar Stationen zur Unterkunft, wo wir noch kurz auf unseren Vermieter warten. Die Ferienwohnung ist ganz ok und auf jeden Fall geräumig. Wir halten uns gar nicht lange auf und laufen in Richtung Albert Square, ca. eine halbe Stunde Fußweg bei mittlerweile angenehm schönem Wetter. Auf dem Platz ist ein Streetfood Markt im Rahmen des Manchester International Festival aufgebaut. Der Eintritt ist kostenlos, die Preise an den Ständen sind dafür ordentlich. Wir holen uns Veggie-Burger und Getränke. Dann laufen wir weiter durch die Innenstadt und landen in der Nähe der Manchester Cathedral, wo wir Menschenkino an der Sinclair Oyster Bar genießen.

Nach einem Eis in der Fußgängerzone genehmigen wir uns am Piccadilly bei einem Asia-Imbiss noch ein paar recht schmackhafte Nudelgerichte.

Noch eine Runde über den Spielplatz, schnell was für das Frühstück morgen organisiert und dann fahren wir mit dem Bus zur Ferienwohnung. Der Tag war lang.

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Sonntag, 07.07.2019

Die Nacht auf der matschig-weichen Matratze und mit Consti war weder erholsam noch lang. Nach dem Frühstück machen wir uns zu Fuß auf zum Science & Industry Museum. Das Wetter ist super: Sonne, blauer Himmel und sogar ein Grad wärmer als zu Hause. Das Museum ist recht groß und wir sind gespannt, wie lange wir es mit den Mädels und Consti aushalten. Als erstes kommen wir zur „Rocket” des Herrn Stephenson, der ersten Dampflok der Welt. Constantin weiß gar nicht, wohin zuerst vor Aufregung und Begeisterung: „Komm schnell!!!” :-)

Der Rest ist auch sehr sehenswert, zum Beispiel die riesige Textilmaschinenausstellung. Schließlich ist man in Manchester. Im Experimentierbereich gibt es für alle was zu entdecken. Auch in der Flugzeughalle kommen alle auf ihre Kosten. Das Museum verlangt übrigens keinen Eintritt, sondern bittet stattdessen um eine Spende.

Nun wird es Zeit zum Ralli Quay zu schlendern, denn hier startet unsere gestern geplante Bootstour über die Kanäle der Stadt bzw. dem River Irwell. Entspannt mit jeder Menge zum Schauen geht es zur Media City bei perfektem Wetter. Vorbei an teuer aussehenden neuen Wohnhäusern, Lofts und dazwischen uralten Industriebrachen geht es zum Sitz der BBC und vorbei am Stadion von Manchester United.

Zurück am Ausgangspunkt bekommen die Mädchen nun ihre Zeit und können shoppen gehen. Der Rest sitzt im Piccadilly Park. Constantin springt mit etlichen anderen Kindern im Springbrunnen oder besser gesagt in der Wasserinstallation rum und hat riesigen Spaß.

Abends kochen wir Nudeln und anschließend fallen alle ziemlich knülle ins Bett.

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Montag, 08.07.2019

Am Vormittag laufen wir wieder Richtung Innenstadt und nehmen dann den Freebus, den kostenlosen Innenstadtbus. Unser Ziel ist Victoria Station, wo wir in die nahegelegene Chetham Library wollen. In dieser altehrwürdigen und seit jeher für jeden zugänglichen Bibliothek saßen einst bereits Marx und Engels. Die dunklen Holzregale mit uralten Büchern sind recht eindrucksvoll. Nach einer Führung gibt es erst einmal etwas Auslauf im Park nebenan. Den Mädels zuliebe geht es nochmal zur Einkaufsmeile. Die übrigen restlichen Drei sitzen in der Fußgängerzone und schauen dem bunten Treiben zu. Als alle wieder eingetrudelt sind, erkunden wir die Innenstadt weiter mit den beiden Freebus-Rundlinien. Wir steigen am Albert Square aus, wo auf dem Markt deutlich weniger los ist als am Wochenende. Mit Spendierhosen genehmigen wir uns (sauteures, aber) leckeres Eis und einen genauso (teuren, wie ebenfalls) leckeren Gin-Tonic.

Wir beenden die Runde mit dem Bus und laufen das restliche Stück zur Wohnung zurück. Hier gibt es zum Abendessen Wraps, die mit der verwendeten Fertigmischung sogar ziemlich brauchbar sind.

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