Anreise
Die geplante Abfahrt halb fünf schaffen wir nicht ganz, die üblichen 15 Minuten kommen drauf. Erwartungsgemäß ist die Autobahn zum Samstag Morgen frei und wir kommen prima durch. Um neun sind wir da und treffen uns bei einem Bäcker mit Nadine, einer guten Freundin. Sie bringt uns dann mit meinem Auto zum Flughafen und parkt dieses dann vor ihrer Tür. Vier Stunden vor Abflug ist schon eine beachtliche Schlange vor dem TAP-Schalter, der laut Aushang aber erst in zwei Stunden öffnen soll. Die Schlange hinter uns wird minütlich länger, also kein Fehler, sich schon angestellt zu haben. Dann geht es doch schnell mit dem Check-in. Wir bekommen eindringlich gesagt, sofort zur Sicherheitskontrolle zu gehen. Hier ist nun das perfekte Chaos. Drei ewig lange Schlangen startend von der Eingangshalle B zu den Sicherheitskontrollen. Wir bekommen den Tipp, den Familieneingang zu nehmen. So sparen wir ein paar Meter, nur um nach dem Ticket-Check in einem weiteren Mäander zu landen. So wie es hier vorwärts geht, wird es tatsächlich eng. Da ein weiteres Kontrolltor geöffnet wird, sind wir dann doch noch pünktlich 15 Minuten vor Abflug am Gate. Der Flieger hebt dann dennoch mit über einer Stunde Verspätung ab, sodass unser entspannter Stopover in Lissabon soweit schrumpft, dass es nicht lohnt, den Flughafen zu verlassen und kurz in die Stadt zu fahren. So verköstigen wir uns in Lissabon im Flughafen. Wir schlagen noch etwas Zeit im Duty Free und Transit-Bereich tot bevor die Embraer nach Sal zum Einstieg bereit ist.
Hier gibt es wenigstens Getränke und ein Sandwich an Bord, an Schlaf ist aber nicht zu denken. Mit 20 Minuten Verspätung landen wir dann auf dem Amílcar Cabral International Airport auf Sal. Sohnemann macht wirklich super mit, kein Gemurre, obwohl er sichtlich durch ist nach der Aktion. Die Covid-Impfstatus- und Passkontrolle ziehen sich etwas, aber wenigstens das Gepäck ist da. Den Abholservice mit Namensschild übersehen wir fast. Die Unterkunft hat für die 2km nach Espargos ein Taxi bestellt und wir werden von 2 Leuten vor Ort empfangen. Erster Eindruck, alles locker und entspannt. Nachts halb 2 Ortszeit liegen wir in den Betten.
Der Morgen beginnt entspannt, sogar Constantin schläft ziemlich lang, zumal die innere Uhr noch drei Stunden vorgeht. Wir suchen einen ATM und dann ein Café, wo es alles zu einem gescheiten Frühstück gibt. Wir erkunden den Ort Espargos. Die Leute sind recht entspannt. Selbst ein Angequatscht-werden ist wider Erwarten kein plumper Bettelversuch, sondern wirklich nur ein netter, interessierter Plausch mit anschließendem „Welcome to Cabo verde!”
Dann geht es zurück zum Hotel, was gleichzeitig das Freibad des Ortes ist. Zeit für den Pool, wo mittlerweile die lokale Jugend eine ziemliche Party am Laufen hat. Das stört aber nicht, im Gegenteil, Menschenkino und nix tun. Urlaub!
Gegen zwei organisieren wir uns wieder ein Taxi zum Flughafen. Mit einer Propellermaschine geht es nach São Vicente. Vom Flughafen geht es mit dem Taxi nach Mindelo. Dem Fahrer sagt das Basic Hotel was und so ist alles kein Problem. Das Zimmer ist recht klein, hat aber eine clevere Stahlkonstruktion für eine zweite Schlafebene.
Wir ziehen gleich wieder los, hinunter zum Strand und zum Fähr-Terminal. Aber auch hier lässt sich nicht viel über Verbindungen nach São Nicolão herausfinden. So wird es wohl doch nach Santo Antão gehen, mit täglich mindestens zwei Verbindungen.
Nach einem ersten Fußbad im Meer setzen wir uns in eine Strandbar, wo ich Tostas mit „nationalem” (Ziegen-)Käse anteste. Danach fallen alle nur einfach ins Bett.

