Die Idee...
... kam im Paddelurlaub im letzten Jahr: Mal mit einem richtigen Boot auf dem Wasser sein! Die Destination Polen wurde aus der ganzen Corona-Situation heraus gewählt: Was kann man buchen, wo kann man hin, bekommt man das gegebenenfalls storniert? So hatten wir im Januar bei dem Anbieter, der damals ihre Paddelboot-Organisation machte, ein Hausboot angefragt. Die Reservierung war dann schnell in Sack und Tüten, auch wenn wir fast noch verpennt haben, den zweiten Teil der Anzahlung zu überweisen.
Nächste Idee war, die ganze Fahrt in die Masuren mit der Eisenbahn zu machen, aber nicht in einem Ritt, sondern in Häppchen von maximal drei Stunden Fahrtzeit.
Ein paar Wochen davor wurde dann der Plan nochmal umgeschmissen und wir haben doch das Auto als Transportmittel gewählt. Mit dem Zug wäre das alles mit Sicherheit gegangen, aber wir wären deutlich eingeschränkter mit dem Gepäck gewesen und die Ticketbucherei hätte jeden Tag auch einiges an Zeit benötigt. Zugegeben, auf das Geschleppe jeden oder jeden zweiten Tag vom Bahnhof zum Hotel hatte ich keinen großen Bock. Außerdem ist man vor Ort natürlich um einiges flexibler und kann zwischendurch nochmal spontan irgendwo anhalten. Die Übernachtungen für die Hinfahrt waren schon gebucht und so war das Risiko nur, in der Innenstadt vielleicht schlechter einen Parkplatz zu bekommen, weil wir etwas in Bahnhofsnähe hatten.
Da wir für die Rückfahrt eine andere Route nehmen wollten, gab es mehrere Optionen, die erst kurz vor Abfahrt feststanden und das noch nicht in Stein gemeißelt. Auch hier haben wir die Zwischenstopps so gewählt, dass wir am Tag nicht zu lange nur im Auto sitzen.
Damit waren die drei geplanten Wochen gut gefüllt - eine Woche Hinreise in die Masuren - eine Woche auf dem Boot - eine Woche für den Rückweg.
Viel Vorbereitung auf die Bootstour gab es auf jeden Fall nicht. Für ein 6,5m-Boot mit 27PS benötigt man in Polen keinen Bootsführerschein und so war ich gespannt, was da auf uns zukommt. Im Internet hatte ich noch ein Buch über Bootstouren in den Masuren gefunden, was aber aus dem Jahre 2009 stammt und erst im dritten Anlauf zu beschaffen war.
Was man vielleicht noch unter Vorbereitung packen könnte, der Seat hat am Freitag vor Abfahrt noch einen Satz Bremsscheiben samt Beläge auf die Hinterachse bekommen. Das interessiert hier aber nicht wirklich.
Ach so: Die Crew? Freundin, Sohnemann und meinereiner.