Rückblick

Vorweg, der Urlaub war eine rundum gelungene Sache. Wir hatten wirklich sehr abwechslungsreiche drei Wochen im Nachbarland. Nur der Sommer hat sich etwas zurückgehalten. Wir hatten für Constantin zwar jede Menge kurze Hosen eingepackt, brauchten dann aber doch immer eher die (wenigen) langen.

 

Wir wollten keine Monsteretappen und hatten uns vorgenommen, immer nur maximal drei Stunden am Stück im Auto zu sitzen. Das hat weitgehend auch geklappt und war eine gute Idee. Denn so kamen wir an Orte, die wir vermutlich so nie als Ziel auf die Liste gesetzt hätten. Die kleineren Städte, wie Novy Tomýsl haben sich genauso gelohnt, wie die größeren, wie Bydgoszcz oder Łódż. Bei Wrocław wussten wir ja bereits ungefähr, was uns erwartet. Im Vergleich war es hier schon fast zu touristisch und die weniger überlaufenen Ecken gewinnen.

 

Unsere Bootsaktion war ebenfalls eine super Sache und eine tolle Erfahrung. Das Boot hat uns gut gefallen und es hat Spaß gemacht, mit Scorpius rumzutuckern. Allerdings war es nur eine Variante die Masuren zu erkunden, mit einer Paddeltour wäre es nochmal eine ganz andere Erfahrung. Landschaftlich sind die Seen und die ganze Gegend super, aber das ganze Drumherum mit dicken Segeljachten und PS-Protzer-Motorbooten kann einen schon etwas nerven. Insofern war der eine Tag in Sorkwity ein angenehmes Kontrastprogramm und hat uns nochmal die andere und eigentlich schönere Seite der Masuren gezeigt.

 

Danzig auszulassen war bestimmt keine so schlechte Entscheidung. Auch hier waren wir schon einmal im Winter (Silvester 2015/16) und für diese Stadt benötigt man einfach mehr, als eine Übernachtung.

 

Kulinarisch ist man auch als Vegetarier in Polen ganz gut versorgt. Obwohl die durchschnittliche Speisekarte schon eher fleischlastig ist, man findet meist irgendwas. Und notfalls, Pizzen gibt es nachgewiesenermaßen sehr leckere!

 

Kilometer haben wir auch ordentlich abgespult: 2315 mit dem Auto und etwa 215 auf dem Wasser.

 

Der billigste Urlaub war es mit Sicherheit nicht, dazu waren wir zu viel in Hotels sowie Restaurants und zu wenig, wie ursprünglich geplant, auf Campingplätzen unterwegs. Wir hatten zwar das Zelt mit im Auto und ja immerhin auch einmal (!) genutzt, aber zum einen war das Wetter nicht wirklich so sommerlich, wie erwartet und zum anderen, was soll’s... ;-)