Rückblick

Es war ein schöner Urlaub! Es war von allem was dabei: Tauchen, Wandern, Essen, Natur, Kultur, Geschichte - alte, wie auch neuere, nette Menschen, gutes und auch ab und zu durchwachsenes Wetter. Und wie immer, gab es in 16 Tagen das Programm, was auch gut für vier Wochen reichen würde...

Die Tauchgänge an der Zenobia waren überraschend gut. Die unerwartete Begegnung mit der stattlichen Schildkröte war genial.

Die Gegend um das Troodosgebirge hat uns auch sehr gefallen. Im Frühjahr ist die Region bestimmt auch sehr schick. Es waren im Oktober einige Spuren des Herbstes zu sehen. Dafür konnten wir Weinbeeren naschen! :-) Die Empfehlung im Reiseführer, ein Fahrzeug mit ordentlich Hubraum zu mieten, hat im Troodos auf jeden Fall seine Berechtigung. Mit dem Linksverkehr, einem Erbe der britischen Kolonialzeit, hat es überhaupt keine Probleme gegeben. Das Autofahren war auf Zypern eher entspannt.

Zu den Städten im Süden kann man sagen, Larnaka ist ganz nett, muss man aber nicht unbedingt gesehen haben. Pafos mit seinen Hotelbunkern ist gut, um preiswert zu übernachten, aber auch hier muss man sich die interessanten Ecken erst suchen. Am besten kommt eigentlich Limassol weg, hier kann man durchaus ’nen Tag länger bleiben. Die Hauptstadt Nikosia hat nicht wirklich Großstadt-Flair und kommt eigentlich eher unspannend rüber, wäre da nicht die Teilung.

Die ganze Geschichte um den Nordzypern-Konflikt ist schon mehr als skurril. Das fällt einem wahrscheinlich noch mehr auf, wenn man aus einem Land kommt, was auch schon einmal geteilt war. Mitten durch die Stadt verläuft die UN-bewachte Pufferzone, beiderseits mit Stacheldraht, Sandsäcken und Barrikaden versehen. Wo in der Republik Zypern neben fast jeder zyprischen Flagge eine griechische weht, ist der Norden noch häufiger türkisch & nordzyprisch geflaggt. Ohne jetzt tiefer darauf eingehen zu wollen, es scheint insgesamt eine völlig verfahrene Kiste und keiner hat eine Lösung dafür. Somit bleibt alles erst einmal bei diesem Status Quo, auch wenn sich die Situation in den letzten Jahren schon deutlich entspannt hat. Alles in allem - schwierig.

In Nordzypern ist alles mit türkischen Namen versehen. Nur selten gibt es Schilder mit den griechischen Bezeichnungen. Das mit den Namen ist sowieso ziemlich kompliziert, Nikosia heißt eigentlich Lefkosia, im Türkischen Lefkoşa die Stadt im Norden Girne auf Türkisch, Kyrenia griechisch. Limassol kommt gleich als Limassol, Lemesós, Limasol bzw. Leymosun daher und wurde früher auch mal Limisso genannt. Wer soll denn da durchblicken?

 

Der 3-Tage-Stopover in Athen war auch eine gute Entscheidung. Obwohl ich im Jahre 2000 schon mal in Athen war, hab ich ziemlich wenig wiedererkannt, von Sachen wie Akropolis und Likavitos mal abgesehen. Die Stadt hat auf jeden Fall das gewisse Etwas, sodass sich ein Besuch immer wieder lohnt.

 

Falls jemand noch mehr Fragen hat, einfach fragen! ;-)